Rekonstruktionsprojekt im Europäischen Kulturpark (neu)

Konzeption zum weiteren Ausbau des Hofareals der römischen Palastvilla wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit , Energie und Verkehr bewilligt

Nachdem zwischen 2006 und 2013 die West- und Südseite der Hofmauer konserviert und zwei Nebengebäude sowie das Torhaus rekonstruiert wurden, ist für die kommenden Jahre die Konservierung und visuelle Einbindung der Baubefunde an der Ostseite in das Museumsgelände geplant. Hier ist vorgesehen, die Reste der Hofmauer sowie der Nebengebäude B9 und B11 zu konservieren und die Mauern etwas in originaler Technik aufzumauern, wie es auch an der Westseite des Hofareals umgesetzt wurde. Das Gebäude B8 soll rekonstruiert werden, um dem Besucher mit den Eckpunkten des Hofareals dessen Dimensionen besser veranschaulichen zu können.

Das Gebäude B10 ist das letzte bekannte, noch nicht vollständig untersuchte Nebengebäude der Villa. Es weist einen außerordentlich guten Erhaltungszustand. Da bei den übrigen Baubefunden für den Besucher der Originalzustand während der Ausgrabung nicht mehr nachvollzogen werden kann, ist hier vorgesehen, die Mauer- und Bodenreste in situ zu konservieren. Hierfür soll ein moderner Schutzbau über das Gebäude gesetzt werden, welcher sich an den Außenmaßen des Gebäudes orientiert.

Neben den geplanten Maßnahmen an der Ostseite der Villa besteht bei der Rekonstruktion B6 an der Westseite, die heute als Museum und Besuchertaverne genutzt wird, die Notwendigkeit in der Nähe Funktionsräume für den Parkbetrieb bereitzustellen. Aus diesem Grund wird die originalgetreue Rekonstruktion des benachbarten Gebäudes B5 geplant, das optisch passend ist und den Besuchern zudem hilft, das
Gesamterscheinungsbild der Anlage besser nachvollziehen zu können.

Bei dem Gebäude B8 handelt es sich um eine Teilrekonstruktion, basierend auf den historischen Funden aus der Römerzeit vor Ort. Die neue Bodenplatte kragt über die erhaltenen Fundamente und Sockelwände aus und wird bis zur Traufhöhe in historischem Stil rekonstruiert. Bei der Dachkonstruktion und den Anbauten handelt es sich um moderne Interpretationen der ursprünglichen Raumvolumina, ausgeführt in Stahl-Skelettkonstruktionen.

Der rückwärtige Anbau wird ergänzend von einer vorgehängten Betonfassade umhüllt. Das Schmetterlingsdach des Hauptbaukörpers besteht aus einer Stahlkonstruktion mit rot eingefärbter Zinkblecheindeckung. Das anfallende nicht belastete Regenwasser wird zur Versickerung/ Verdunstung gebracht.

Das Gebäude dient in erster Linie der Konservierung und zur Inszenierung des historischen Befundes (insbesondere im Bereich des rückwärtigen Anbaus), kann aber außerdem als Schlechtwetteralternative für Schulmodule, z. B. Töpferkurse o. ä. und kleineren Veranstaltungen der Stiftung Europäischer Kulturpark dienen. Das Gebäude wird barrierefrei erschlossen.

 

Das rekonstruierte Gebäude B8 (oben)

Bei dem Gebäude B10 (unten) handelt es sich um einen reinen Schutzbau für die historischen Funde aus der Römerzeit. Die Grundmauern und wertvollen Estrichflächen werden mit einer Stahlskelettkonstruktion mit einer vorgehängten Betonfassade umhüllt, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Das Schmetterlingsdach besteht aus einer Stahlkonstruktion mit rot eingefärbter Zinkblecheindeckung. Das anfallende nicht belastete Regenwasser wird zur Versickerung/ Verdunstung gebracht. Das Gebäude wird barrierefrei von der vorhandenen Wegfläche her erschlossen. Im Inneren entsteht eine Stegkonstruktion, die über die historischen Funde hinweg läuft und den Besucher die Funde erkunden lässt.

Zur Historie: Bislang war es für den Europäischen Kulturpark eines der wichtigsten Ereignisse seit seiner Gründung; mit der offiziellen Einweihung des römischen Gebäudes B6 erhielt das Freiluftmuseum auf der deutsch-französischen Grenze neue Ausstellungs- und Museumsflächen inklusive Taverne und Toilettenanlage.

Nach der Rekonstruktion des Torhauses (B7) und der Scheune (B1) in den Jahren 2006 und 2007 war ein für den Besucher nachvollziehbares Hofareal entstanden, wie es in der Römerzeit an gleicher Stelle im Tal der Blies einmal stand. Das Gebäude B6 wurde so gestaltet, dass das Obergeschoss als neuer Museums- und Ausstellungsraum genutzt werden kann und im Erdgeschoss eine römische Taverne mit rund 50 Sitzplätzen und eine adäquate Toilettenanlage beherbergt.

Aber nicht nur der neue Ausstellungsraum stand im Mittelpunkt des Interesses, auch die neue Taverne im Erdgeschoss: Damit wurde 2007 eine gastronomische Bereicherung geschaffen, die vielen Besuchern im Europäischen Kulturpark bislang fehlte.

Detaillierte Informationen erhalten auf der Website des Kulturparks.

 

                  

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Saarlandes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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