Leyensche Lustbauten Niederwürzbach

Annahof bei Niederwürzbach.

Beeindruckt von der Pracht des in Bau befindlichen Schlosses Carlsberg bei Homburg, trat Erbgraf Philipp von der Leyen 1782 in die Fußstapfen des Zweibrücker Herzogs Carl II. August und gab ebenfalls außerhalb der eigentlichen Residenz ein Landschloss in Auftrag. Unweit des Niedergewürzbacher Weihers, aber auf der Gemarkung von Ommersheim entstand so bis 1788 Schloss "Neuphilippsburg", ein weitläufiger, doppelstöckiger Bau quasi als Pendant zur "Philippsburg" bei Koblenz, dem einstigen Leyen-Stammsitz.

Das Bauwerk entging nicht den Zerstörungen der Französischen Revolution. Bis auf das ehemalige Gesindehaus und einigen Kellergewölben hat sich nichts von diesem Schloss des Thronfolgers, der ab 1791 in Blieskastel regierte, erhalten. Gleichermaßen der Revolution zum Opfer fielen in unmittelbarer Nachbarschaft die Landhäuser "Bon voisin" und "Bagatelle", während sich einige andere Lustbauten erhalten haben. "Monplaisir" (auch "Roter Bau") etwa wurde 1785/86 durch Umbau einer Mühle vom Architekten Peter Reheis errichtet.

Auf der gegenüberliegenden Seeseite entstand um 1788 nach den Entwürfen von Simon Glattfelder der "Annahof" speziell als Landsitz für Gräfin Marianne. Die auch als "Runder Bau" bezeichnete Anlage war ursprünglich eingebettet in Landschaftsgärten, die der Gartenbauarchitekt Friedrich Ludwig Sckell, später bayerischer "Hofgartenintendant", entworfen hatte.

Literaturangaben
Martin Klewitz: Kunst im Saarpfalz-Kreis, in: Der Saarpfalz-Kreis, Stuttgart 1993, S. 153 - 183.

 

 
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