Bergbau am Höcherberg

Bergbau in Höchen
 
Bergbau auf Steinkohlen am Höcherberg ist schon seit dem Mittelalter belegt. Systematisch und industriell in Angriff genommen wurde er speziell in Mittelbexbach erst mit der Zuordnung der Pfalz zu Bayern; der Staat selbst war es, der 1816 die Ausbeutung der Kohlevorkommen in seiner eigenen Grube vorantrieb.

In der Folge wuchs die Einwohnerzahl binnen drei Jahrzehnten um das Dreifache auf über 1300. Weitreichender waren die Folgen, die sich aus der Grube Frankenholz ergaben. Nach jahrzehntelangen Bemühungen gelang es dem vormaligen Zweibrücker Advokaten und liberalen Paulskirchenabgeordneten August Ferdinand Culmann (1804 - 1891), das Bergwerk 1879 in Betrieb zu nehmen. Seine in privater Regie geführte Grube sollte schnell zu einem der größten Unternehmen in Südwestdeutschland werden. Zeitweilig bis zu 3000 Bergleute waren auf der hochmodernen Zeche beschäftigt und ließen Frankenholz und die umliegenden Ortschaften rapide expandieren.

Demgegenüber erwies sich die Grube "Consolidirtes Nordfeld", die um die Jahrhundertwende mit großem finanziellen und technischen Aufwand bei Höchen angelegt wurde, als Flop. Sie war nur wenige Jahre in Betrieb, ein Gutachten, das reiche Vorkommen an Kohle prognostiziert hatte, erwies sich als grundlegend falsch. Ruinen der beiden Privatgruben sind heute durch "Historische Wanderwege" erschlossen.

Zeugnisse des Bergbaus sind im "Saarländischen Bergbaumuseum" in Bexbach ausgestellt.

Literaturangaben
Hans-Werner Krick (Hg.): Grubenstandort Saarpfalz - das vergessene Saarrevier ( = Beiträge zur Regionalgeschichte, Sonderheft 1995), St. Ingbert 1995).

 

 
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