"Bezirksamt" St. Ingbert

Die Alte Schmelz in St. Ingbert.
 
Die industrielle Revolution machte aus dem Waldweiler St. Ingbert eine der größten Städte der Pfalz. Die Stadtrechte 1829 waren ein erster Ausdruck dieser gewaltigen Expansion. 1868 wurde St. Ingbert dann mit den sieben umliegenden Gemeinden Rohrbach, Hassel, Obergewürzbach, Heckendalheim, Ommersheim, Ensheim und Eschringen Sitz eines Friedensgerichtes.

In den 1890er Jahren überstieg die Einwohnerzahl selbst jene der "Bezirksamtsstadt Zweibrücken" - 1862 waren die Landkommissariate in Bezirksämter umbenannt worden. Der westliche Teil des Bezirksamtes Zweibrücken hatte durch Industrieansiedlungen und Zuzug ein solches Gewicht bekommen, dass die bayerische Regierung zum 1. Oktober 1902 das Areal zwische Blies und preußischer Grenze aus dem Bereich Zweibrücken ausgliederte und zum eigenen Berzirksamt St. Ingbert erklärte.

Mit 27 Gemeinden und 210 Einwohnern pro Quadratkilometer gehörte das Bezirksamt St. Ingbert zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Pfalz. Neben der prosperierenden Montanindustrie und der Glasfabrikation hatten sich bedeutende Maschinenbaufirmen, Alaunhütten, ein Kalkwerk und eine Pulverfabrik angesiedelt. Nicht nur in St. Ingbert selbst stieg unter dem Zuzug der Industriearbeiter die Einwohnerzahl zwischen 1850 und der Jahrhundertwende um rund 200 Prozent. Auch die umliegenden Ortschaften vergrößerten sich stark.

Literaturangaben
Evi Steinmetz: Zwischen Fabrikschornstein und Direktorenvilla, Spaziergang durch die alte Industriestadt St.Ingbert, (= Wege in die Region, Bd.2), St.Ingbert 1993.

 

 
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