Das Ende des Bexbacher Bergbaus

Bergbau in Höchen.
 
Die Jahrhunderte zurückreichende Tradition des Bergbaus in der Saarpfalz - Region endete 1959 mit der Schließung der Gruben St. Ingbert und St. Barbara in Bexbach. Das letztere, hochmoderne Bergwerk hatte zwar erst vier Jahre zuvor am Standort der ehemaligen Grube Mittelbexbach mit dem Kohleabbau begonnen, erwies sich aber aufgrund ungünstiger geologischer Verhältnisse als unrentabel.

Die Grube Frankenholz, die untertägig mit St. Barbara verbunden war, hatte ihren Betrieb als eigenständige Zeche 1954 eingestellt. "Consolidirtes Nordfeld" bei Höchen, bereits 1905 aufgegeben, hatte ohnehin nur den Charakter einer Episode. In Betrieb blieb das Kohlekraftwerk St. Barbara I, das zwischen 1957 und 1960 um einen zweiten Block erweitert wurde. Beide Stromlieferanten hatte aufgrund der von ihnen ausgehenden Umweltverschmutzung den Ruf als "Dreckschleudern". Sie wurden 1988 außer Betrieb genommen, demontiert und in Teilen nach Indien verkauft, wo sie wieder in Betrieb genommen wurden.

Auf dem Areal der Bexbacher Grube findet sich heute das 1983 angelaufene Großkraftwerk Bexbach mit 750 Megawatt. Auch dessen Bau war mit massiven Protesten von Umweltschützern verbunden. Dieses weithin sichtbare Kraftwerk ist das einzige noch unmittelbar mit der Steinkohle verbundene Objekt im Saarpfalz-Kreis.

Die Geschichte des regionalen Bergbaus ist im "Saarländischen Bergbaumuseum" im Bexbacher Blumengarten, im Schaubergwerk "Rischbachstollen" in St. Ingbert sowie über verschiedene "Historische Grubenpfade" in Augenschein zu nehmen.

Literaturangaben
Hans-Werner Krick (Hg.): Grubenstandort Saarpfalz - das vergessene Saarrevier ( = Beiträge zur Regionalgeschichte, Sonderheft 1995), St. Ingbert 1995).

 

 
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