Landrat Dr. Theophil Gallo besuchte die Verkehrshelferteams

Neon-gelbe Westen tragen auch sie. Doch ihr Handeln steht nicht zwangsläufig in prominenten Blick, weder gesellschaftlich noch medial. Je nach Jahreszeit lässt man sie im Dunkeln stehen, was ihren ehrenamtlichen Einsatz zu einem nicht ganz ungefährlichen werden lässt. Dafür müssen ihre neon-gelben Überwürfe herhalten, so dass sie an den Straßenüberwegen von allen Verkehrsteilnehmern auch wahrgenommen werden und sie für Sicherheit sorgen können: die Schülerlotsen.

 „Die Schülerlotsen sind für die Sicherung des Schulweges unverzichtbar. Ich habe großen Respekt vor diesen jungen Menschen, die sich nicht zuletzt den Gefahren des Straßenverkehrs aussetzen. Das wurde mir erst richtig bewusst, als ich mir vor Ort ein Bild von der verantwortungsvollen Aufgabe der Lotsen machte“, versicherte Landrat Dr. Theophil Gallo nach seinem morgendlichen Besuch in Bexbach und Limbach.

Seit über zehn Jahren sind an der Galileo Schule in Bexbach und an der Gemeinschaftsschule in Limbach je 15 Schülerlotsen aktiv. Polizeioberkommissar Uwe Grub von der Jugendverkehrsschule Bexbach bereitet die interessierten Schülerinnen und Schüler für den Lotsendienst gründlich vor, schult sie in Theorie und Praxis. An der Kreuzung Maxstraße/Lessingstraße in Bexbach sichern die Schülerlotsen zwischen 7.25 und 7.45 Uhr zwei Fußgängerüberwege. Auch den Grundschülern sowie hilfsbedürftigen Menschen assistieren sie beim Überqueren der vielbefahrenen Straße. „Leider konnten wir bislang an der Grundschule kein Helferteam aus Eltern oder Großeltern rekrutieren. Das würde die Arbeit dort insgesamt schon erleichtern. Das sieht in Limbach etwas anders aus. Gemeinschaftsschule wie Grundschule teilen sich den Dienst am Fußgängerüberweg in der Hauptstraße, der immer von 7.40 bis 8.05 Uhr ausgeübt wird“, sagte Uwe Grub.

Er und die verantwortlich Lehrkräfte – an der Galileo-Schule ist das Nina Cullmann, an der Gemeinschaftsschule Stephanie Klein – sehen einen großen Benefit in der Ausübung der freiwilligen Verkehrshelfertätigkeit: Die jungen Leute lernen Verantwortung zu tragen, sie stärken ihren Selbstwert und werden mitunter zu Vorbildern für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.

„Ich bin froh und dankbar, dass dies unser Landrat und die beiden Bürgermeister von Bexbach und Limbach, Thomas Leis und Frank John, genauso sehen. Mit Gesten und Aufmerksamkeiten bringen sie ihre Wertschätzung entgegen und zeigen sich erkenntlich. Diese Tatsache sowie die vielen erfolgreichen Teilnahmen am Schülerlotsenwettbewerb auf Kreis- und auf Bundesebene motiviert und bestärkt die Freiwilligen in ihrem Tun“, ist sich Uwe Grub gewiss.

Er dankte dem Landrat für dessen morgendliche Begleitung in Bexbach und Limbach. Dort ging auch alles glatt, bis auf eine Beobachtung, die dem Landrat sehr missfiel: „Ich musste leider zusehen, wie ein großer Bus noch keine zwei Meter vor dem Zebrastreifen respektive vor dem kleinen Schülerlotsen Halt machte. Dieses Verhalten konterkariert jegliche Bemühungen des Helferteams, es ist schlicht und ergreifend verantwortungslos und lässt auch Anstand vermissen. Das muss doch nicht sein. Abstand ist gleichzusetzen mit Anstand und bringt Sicherheit. Ich appelliere an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, der Sicherheit aller, die den Fußgängerüberweg sichern und nutzen, oberste Priorität einzuräumen.“

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