Der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim hat als binationales Projekt und der damit verbundenen Verantwortung, Freundschaft und Frieden in Europa zu erhalten, einen Evakuierungsbericht der Zeitzeugin Emilie Vogelgesang veröffentlicht. Dieser Bericht entstand anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges, das sich am 8. Mai dieses Jahres zum 75. Mal jährte.

Emilie Vogelgesang (geboren 1926, gestorben 2017) verbrachte bis auf die Evakuierungszeit (1939 und 1944) ihr ganzes Leben in Bliesdalheim (Gemeinde Gersheim). Ihr Zeitzeugenbericht steht stellvertretend für das Schicksal aller Menschen in der so genannten „Roten Zone“ südlich des Westwalls im Saargebiet während des Zweiten Weltkrieges.

Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass die Menschen in Europa seit 75 Jahren in Frieden leben. Gerade der Rückblick auf diese dunkle Epoche zeigt den unersetzlichen Wert des europäischen Einigungsprozesses nach dem Kriegsende. Aus Feinden wurden Freunde und mit der Europäischen Union besteht heute ein starkes Friedensbündnis, welches es mit aller Macht zu schützen gilt.

Den Grundstein dafür legte am 9. Mai 1950 Robert Schuman mit seiner Erklärung, in der er seine Vision einer neuen Art der politischen Zusammenarbeit in Europa vorstellte – eine Zusammenarbeit, die Kriege zwischen den europäischen Nationen unvorstellbar machte. Der 9. Mai wird seitdem alljährlich als Europa-Tag begangen.

„Dieser Geist von Robert Schuman muss heute mehr denn je wieder einkehren. Grenzüberschreitendes Denken und Handeln sind der Motor für seine Europäische Vision und sind maßgeblich für unseren heutigen Wohlstand. Gerade in unserer Region sollte man sich dem, auch in Krisenzeiten, stets bewusst sein. Als grenzüberschreitende Kultureinrichtung wird der Europäische Kulturpark hier weiter als verbindendes Element seinen Beitrag leisten und die Europäische Idee von Robert Schuman leben“, betont Landrat Dr. Theophil Gallo, Vorsitzender der Stiftung Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim.

Der Evakuierungsbericht der Zeitzeugin Emilie Vogelgesang, die sich dafür im Interview mit Kurator Andreas Stinsky befand, ist ein ergreifendes, hörens- und sehenswertes Zeitdokument. Er wird, neben zahlreichen weiteren Informationen zu dieser Schreckensepoche, auch in der kommenden Ausstellung „Der Bliesgau. Natur – Menschen – Geschichte" zu hören sein. Eingesprochen wurde das Projekt von der Gästeführerin Sonja Bock.

Der kleine Film, der historische Bilder zeigt und mit einem Kommentar von Landrat Dr. Theophil Gallo versehen ist, findet sich im Internet auf der Startseite des Europäischen Kulturparks Bliesbruck-Reinheim (www.europaeischer-kulturpark.de) sowie auf dessen Facebook-Seite (www.facebook.com/Europaeischer.Kulturpark).

 

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