Im Stadtarchiv Homburg, Kaiserstraße 41, ist vom 8. April bis zum 16. Juli 2021 die Ausstellung „Gurs 1940“ zu sehen. Sie erzählt von der Verschleppung der jüdischen Bevölkerung aus Baden und aus Teilen des heutigen Rheinland-Pfalz und des Saarlands nach Südfrankreich. Auf 29 Tafeln wird gezeigt, wie die Jüdinnen und Juden vertrieben wurden, wie die örtliche Bevölkerung sich verhielt, was die Deportierten in Südfrankreich erwartete und wie die Verbrechen in der Nachkriegszeit aufgearbeitet wurden.

Hintergrund

Die Nationalsozialisten deportierten über 6500 Menschen in das Lager Gurs am Fuße der Pyrenäen. Viele starben bald nach der Ankunft oder auf dem Weg dorthin. Die Nationalsozialisten ermordeten ab dem Sommer 1942 die überlebenden Internierten in den Vernichtungslagern Osteuropas. Die Deportationen vom 22. Oktober 1940 werden als ein Testlauf für die nachfolgenden massenhaften Verschleppungen gesehen, wie sie in der sogenannten Wannsee-Konferenz am 20 Januar 1942 organisiert worden sind.

Im Saarland waren davon 134 Menschen zwischen zwei und 88 Jahren aus allen Städten und Gemeinden zwischen Homburg, St. Ingbert und Merzig, Saarwellingen und Tholey betroffen.

Die Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes stellt aus diesem Grund allen Landkreisen sowie dem Regionalverband Saarbrücken jeweils eine Ausführung der Ausstellung kostenlos und zum dauerhaften Verbleib zur Verfügung. Die Ausstellung wurde von der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin erstellt. Auftraggeber sind die Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie die Arbeitsgemeinschaft der badischen Städte und des Bezirksverbands Pfalz zu Unterhalt und Pflege des Deportiertenfriedhofs in Gurs.

Die Ausstellung liegt in deutscher und französischer Sprache vor und wird vom Auswärtigen Amt unterstützt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dabei die Schirmherrschaft übernommen.

 

In Homburg

Im Stadtarchiv Homburg können die 29 Tafeln zu folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden: ohne Voranmeldung mittwochs von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 13 Uhr; nach Voranmeldung über Tel. (06841) 994625 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! von Montag bis Donnerstag von Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr. Es wird um Verständnis gebeten, dass der Besuch der Ausstellung nur unter Einhaltung der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen möglich ist.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich auf www.gurs1940.de sowie auf der Internetseite der Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes unter https://gurs.saarland

 

 

Kontakt

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