Homburger Schülerinnen und Schüler diskutieren über „Philotes – Spiel um Freundschaft“

Auf Einladung des Arbeitskreises „gemeindenahe Suchtprävention“ des Saarpfalz-Kreises und des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Homburg hat im Dezember des vergangenen Jahres das Ensemble vom „theaterspiel“ aus Witten das Theaterstück „Philotes – Spiel um Freundschaft“ von Beate Albrecht gezeigt. Zu den beiden Aufführungen im Homburger Saalbau kamen ca. 270 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassenstufen der Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn, des Christian von Mannlich-Gymnasiums und der Robert-Bosch-Schule. Das Theaterstück zwischen Realität und Virtualität thematisiert neben der Computerspielsucht verborgene Ängste und den Wert der Freundschaft.

Zum Inhalt: Tom und Benny sind ein eingespieltes Team. Schon lange sind sie beste Freunde und Tischtennispartner. Seit einiger Zeit treffen sie sich zudem häufig online: Sie haben das Game „Philotes“ entdeckt. Als Tom eifrig für das nächste Tischtennisturnier trainiert, taucht Benny mehr und mehr in die Cyberwelt von „Philotes“  ein, findet neue Online-Spielpartner und vernachlässigt alles andere. Sogar die neue Mitschülerin Lara, die sich für ihn zu interessieren scheint, lässt er links liegen. Als Tom dringend die moralische Unterstützung seines Freundes benötigt, spitzt sich die Lage zu. Hält die Freundschaft den Herausforderungen von realem und digitalem Leben stand?

Nach jeder Aufführung diskutierten die Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihrem jungen Publikum über den Inhalt des Stückes, um auch das eigene Spielverhalten (mit Handy, Tablet oder PC) reflektieren zu können. Zur Sprache kamen zudem die verschiedenen Möglichkeiten, wie das offen gestaltete Ende des Bühnenwerkes hätte enden können. Außerdem gaben sie den Jugendlichen Anhaltspunkte mit, anhand derer einfach erkenntlich wird, ob Probleme bezüglich des Spielverhaltens bestehen.

Die Veranstaltung kam sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Lehrerinnen und Lehrern sowie bei den Veranstaltern sehr gut an. Dies war vor allem der offenen Art der Schauspielerinnen und Schauspieler sowie ihrer überzeugenden Darstellung zu verdanken.

Landrat Dr. Theophil Gallo: „Es ist offensichtlich, dass in der heutigen Zeit das Computerspielen fest zum Alltag vieler Kinder und Jugendlichen gehört. Ich bin froh, dass wir im Saarpfalz-Kreis auf unterschiedlichen Wegen auf die Problematik der Computerspielabhängigkeit bei der jüngeren Generation aufmerksam machen und entsprechende Beratungsangebote vorhalten. Ich kann Eltern, die dahingehend Auffälligkeiten bei ihren Kindern bemerken, nur raten, entsprechende Unterstützung durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzunehmen.“

Bei Fragen zur (Computer)-Spielsucht können sich Interessierte gerne an das Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises wenden: Sozialer Dienst, Tel. (06841) 104-7242. Die Mitarbeiterinnen vermitteln dann gerne zu den jeweiligen Beratungsstellen. Schülerinnen und Schüler können sich bei Fragen auch direkt an die Schoolworker sowie an die Schulsozialarbeiterinnen/Schulsozialarbeiter ihrer Schule wenden.

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