Die im Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises angesiedelte „Koordinierungsstelle Frau & Beruf“ lädt gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saarpfalz am Sonntag, 25. Oktober, zum diesjährigen Karrierefrühstück ins Bildungszentrum Kirkel der Arbeitskammer des Saarlandes ein. Im Mittelpunkt steht ein Thema, das viele Menschen kennen – und über das dennoch selten gesprochen wird: das Impostor-Phänomen.
„Bin ich gut genug? Gehöre ich hier wirklich hin? Sollte ich mich nicht erst noch besser vorbereiten? Wann merken die anderen, dass ich eigentlich gar nicht so kompetent bin, wie sie denken?“ Solche Gedanken sind vielen Menschen vertraut. Selbstzweifel gehören zum Leben und können bis zu einem gewissen Grad sogar hilfreich sein. Werden sie jedoch übermäßig stark, können sie Entwicklung und Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen.
Das sogenannte Hochstapler-Syndrom oder Impostor-Phänomen beschreibt ein Muster, bei dem Menschen trotz objektiver Erfolge und vorhandener Kompetenzen davon überzeugt sind, nicht gut genug zu sein und ihre Erfolge nicht wirklich verdient zu haben. Studien zufolge erleben rund 70 Prozent der Menschen im Laufe ihres Lebens entsprechende Gedanken oder Gefühle – häufig, ohne das Phänomen als solches zu erkennen.
Übersteigerte Selbstzweifel können sich beispielsweise in Perfektionismus, übermäßiger Arbeitsbelastung, dem Aufschieben oder Vermeiden von Aufgaben oder einer ausgeprägten Tendenz zur Selbstabwertung zeigen: „Das war doch selbstverständlich. Andere können das viel besser als ich.“ Die Folgen können erhöhtes Stresserleben, Unzufriedenheit in Ausbildung und Beruf sowie ein vermindertes Wohlbefinden sein. Auch ein erhöhtes Burnout-Risiko wird mit dem Impostor-Phänomen in Verbindung gebracht.
Beim Karrierefrühstück zeigt die Psychologin, Systemische Beraterin und Speakerin Anna Pietzka, was hinter dem Impostor-Phänomen steckt, woran sich übersteigerte Selbstzweifel erkennen lassen, welche psychologischen Mechanismen dahinterstehen und wie sich das Phänomen im Alltag bemerkbar machen kann. Dabei geht sie auch der Frage nach, warum Frauen Impostor-Gedanken teilweise häufiger oder intensiver erleben.
Neben anschaulichen Beispielen bringt Anna Pietzka konkrete Sofortstrategien mit, die sich direkt im Alltag anwenden lassen – für weniger überzogene Selbstzweifel und selbstabwertende Bescheidenheit und für mehr Selbstvertrauen, Leichtigkeit und entspanntes Erfolgserleben.
Anna Pietzka ist Psychologin, Systemische Beraterin und Speakerin zum Thema Impostor-Syndrom. Sie begleitet Menschen dabei, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Ideen und Kompetenzen zu entwickeln. Neben ihrer Praxiserfahrung aus der Arbeit mit Coaching-Klienten und -Klientinnen und hunderten von Workshop-Teilnehmenden bringt sie auch eine persönliche Erfahrung mit dem Impostor-Phänomen mit. Im September 2026 erscheint ihr Buch „Glaub nicht alles, was deine Selbstzweifel dir sagen – Wie das Impostor-Syndrom dein Leben sabotiert und wie du es verabschiedest“ im Beltz Verlag.
Die Teilnehmenden erwartet eine Veranstaltung mit anregenden Impulsen und Aha-Momenten, die Mut macht und eine zentrale Botschaft vermittelt: „Wir können so viel mehr, als wir oft glauben.“
Das Karrierefrühstück bietet darüber hinaus Gelegenheit, bei einem reichhaltigen Frühstück miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und berufliche Netzwerke zu erweitern. Einlass ist um 9:30 Uhr. Um 10 Uhr beginnt die Veranstaltung mit dem Frühstücksbuffet, anschließend folgt der Vortrag von Anna Pietzka. Das Entgelt für Karrierefrühstück und Vortrag beträgt im Vorverkauf 25 Euro, ermäßigt 23 Euro.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Kartenverkauf erhalten Interessierte beim Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises unter Tel. 06841 104-7138 oder per E-Mail an frauenbuero@saarpfalz-kreis.de.
