Norbert Bentz blickt auf eine beeindruckende Laufbahn von über 50 Jahren beim Technischen Hilfswerk zurück. Diesem trat er 1973 kurz vor seinem 15. Geburtstag als Junghelfer im Ortsverband St. Ingbert (THW OV St. Ingbert) bei. Sein Interesse daran war durch eine Werbeaktion des THW an seiner Schule geweckt worden. Im Herbst desselben Jahres begann er seine Ausbildung zum Maschinenschlosser bei der Gema, einer ehemaligen Maschinenfabrik in St. Ingbert.
Schon früh zeigte er besonderes Engagement: Von 1980 bis 1992 fiel die Jugendarbeit im OV St. Ingbert in seinen Verantwortungsbereich, womit er maßgeblich zum Aufbau der Jugendgruppe beitrug und die Nachwuchsförderung entscheidend prägte. Zudem übernahm er in seinen Funktionen als Trupp- und Gruppenführer personelle und organisatorische Verantwortung. Im Laufe der Jahre folgten weitere Führungsaufgaben, darunter die Ämter des stellvertretenden Zugführers und des stellvertretenden Ortsbeauftragten in der Fachgruppe Kommunikation beim Technischen Zug in St. Ingbert. Von 1992 bis 2018 stand er als Ortsbeauftragter gar an der Spitze des THW OV St. Ingbert. Er war an zahlreichen größeren Einsätzen, im Saarland, deutschlandweit sowie im Ausland, beteiligt. Dazu zählen die Naturkatastrophen in Folge der Orkane Wiebke (1990) und Lothar (1999) sowie verschiedener Hochwasserereignisse: im Jahr 2002, wo er im Raum Magdeburg tätig war, im Ahrtal (2021) und direkt vor der Haustür (2024), beim Pfingsthochwasser im Saarpfalz-Kreis.
„Menschen in Not helfen wollen und können, waren und sind mein größter Antrieb“,
betont er.
Auch heute engagiert sich Norbert Bentz weiterhin aktiv als Sicherheitsbeauftragter und Fachberater. Seit 2011 ist er zudem Kreisbeauftragter des THW für den Saarpfalz-Kreis. Sein Amt als Ortsbeauftragter habe er nach 25 Jahren gerne weitergegeben, um bewusst Platz für eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu machen.
„Man sollte nicht an seinem Amt kleben“,
lautet seine Überzeugung.
Der THW OV St. Ingbert zählt derzeit rund 100 Mitglieder. Davon stehen etwa 60 bis 65 aktiv für Einsätze zur Verfügung. Geübt wird regelmäßig jeden Dienstagabend. Durchschnittlich rücken die Helfer zu rund 20 Einsätzen pro Jahr aus. Besonderen Wert legt die Organisation auf die Nachwuchsarbeit. Rund 20 Jugendliche engagieren sich derzeit in der Jugendgruppe. Die Nachwuchsgewinnung sieht Bentz als eine der größten Herausforderungen für die Zukunft. Während früher viele Helfer über die Jugendarbeit gewonnen werden konnten, stoßen heute häufig Menschen erst im Alter von über 50 Jahren zur Organisation.
Landrat Frank John würdigte das langjährige und unermüdliche Engagement von Norbert Bentz. Mit seinem Wirken habe er den Bevölkerungsschutz in der Region nachhaltig geprägt.
„Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ist Ausdruck höchster Wertschätzung für viele Jahre außerordentlichen Wirkens im Dienst der Gemeinschaft. Norbert Bentz hat mit seinem großen Engagement im THW und seinem Einsatz für Menschen in Not über Jahrzehnte hinweg einen wertvollen Beitrag für das Gemeinwohl geleistet. Mit größtem Respekt für die geleistete Arbeit danke ich ihm, auch im Namen des Saarpfalz-Kreises, und gratuliere herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung“,
so Landrat John. Als Zeichen der Anerkennung überreichte der Landrat dem Geehrten eine Bliesgaukiste mit regionalen Produkten.
