Ausstellungseröffnung
„Spurlos verschwunden“

Die Ausstellung erzählt von Polinnen und Polen, die während des Zweiten Weltkriegs im Saarland und in Rheinland-Pfalz zur Zwangsarbeit gezwungen wurden – etwa in Homburg, Völklingen oder Lebach. Auch im Saarpfalz-Kreis kamen zahlreiche Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus Polen, der Ukraine und anderen Teilen der damaligen Sowjetunion zum Einsatz. In Homburg-Beeden unterhielt die Reichsbahn ein Lager in einer Turnhalle, in dem Männer, Frauen und sogar Kinder aus der ehemaligen Sowjetunion untergebracht waren und zwangsweise für die Reichsbahn arbeiten mussten. Viele weitere Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter waren in der Industrie tätig, etwa in Homburg, Bexbach und St. Ingbert, unter teilweise extrem harten Bedingungen, in Eisenwerken, bei der Reichsbahn und in lokalen Betrieben. Zahlreiche Menschen überlebten diese Zeit nicht.
Darüber hinaus deckt die Ausstellung auch Schicksale deutscher Menschen auf, die aufgrund ihres humanen Verhaltens gegenüber polnischen Zwangsarbeitern vom NS-Regime hart bestraft wurden.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung bis 9. Januar 2026 zu sehen.
Bei Interesse können Sie bei Natascha Power, Stabsstelle Europa, Tel.: 06841 104 8587 oder Email: natascha.power@saarpfalz-kreis.de einen Termin vereinbaren.