
Eine Langversion dieser Biographie folgt.
Maria Amalia, Prinzessin von Sachsen, Herzogin von Pfalz-Zweibrücken
26. September 1757 in Dresden
20. April 1831 in Neuburg an der Donau
Über Maria Amalia
Herzogin von Pfalz-Zweibrücken
Maria Amalia/Amalie war die älteste Tochter des sächsischen Kurfürsten Friedrich Christian (1722-1763) und damit väterlicherseits die Urenkelin von August dem Starken aus der albertinischen Linie des Hauses Wettin. Am 12. Februar 1774 wurde sie sechzehnjährig in Dresden mit dem Pfalzgrafen Karl II. August (1746-1795) verheiratet, dem späteren Herzog von Pfalz-Zweibrücken. Anschließend zog das Paar nach Neuburg an der Donau. Ihr Brautkleid stiftete sie der katholischen Kirchengemeinde in Homburg. Es kann – umgearbeitet zum Priestergewand – noch heute in der Kirche St. Michael besichtigt werden.
Als Karl II. August zur Regierung des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken kam, diente dem Paar ab November 1775 zunächst Schloss Jägersburg, ab 1778 Schloss Karlsberg bei Homburg als Wohnsitz. Am 2. März 1776 kam der erste Sohn des Paares, Karl August Friedrich, zur Welt. Er verstarb jedoch bereits am 21. August 1784 mit acht Jahren. Diesem Kind sollte kein weiteres folgen. Die Herzogin zog sich immer öfter in ihr eigenes kleines Anwesen nahe der Stadt zurück, der einstigen Fasanerie Herzog Christians IV. Bedingt durch den Einmarsch der Französischen Revolutionstruppen musste sie im Februar 1793 mit ihrem Mann nach Mannheim fliehen. 1794 wurde sie zur Großmeisterin des St. Elisabethenordens ernannt, dem drittältesten Damenorden weltweit (gestiftet 1766). Karl II. August verstarb 1795 im Mannheimer Exil. Danach zog sich die Herzoginwitwe wieder nach Neuburg an der Donau zurück.
Maria Amalia galt allerorten als liebenswürdig, freundlich und großmütig. In ihrer Neuburger Zeit war sie Äbtissin des Damenstifts St. Anna in München, einer geistlichen Gemeinschaft für adelige Damen.
Verfasst von: Dr. Jutta Schwan, Kunsthistorikerin im Kulturmanagement des Saarpfalz-Kreises
Veröffentlicht: 03.09.2025; Zuletzt aktualisiert: 31.03.2026.
Zum Weiterlesen / Literatur
Vonhof-Habermayr, Margit: Das „Familienalbum“ der Herzogin Maria Amalie von Pfalz-Zweibrücken - Die Fürstenbildnisse im Rathaus zu Neuburg an der Donau, in: Neuburger Kollektaneenblatt 2015, Neuburg an der Donau 2015, S. 202-265.
Vonhof-Habermayr, Margit: "Neuburgs Glück". Herzogin Maria Amalia von Pfalz-Zweibrücken (1757-1831), in: Neuburger Kollektaneenblatt 2013, Neuburg an der Donau, S. 79-119
Vonhof-Habermayr, Margit: „Dieses ist mein letzter Wille…“. Das Testament der Herzogin Maria Amalie von Pfalz-Zweibrücken vom 7. Juni1829, in: Neuburger Kollektaneenblatt 2014, Neuburg an der Donau 2014, S. 5-44.
Schwan, Jutta: Ein kleiner Einblick in das abgeschiedene Reich der Herzogin Maria Amalie, in: Becker, Bernhard (Hg.): „… die Mutter Erde schmüket“. Gärten, Parks und Naturdenkmäler in der Saarpfalz, Merzig 2010, S. 71-85.

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