Dekade der Jugend und der Erinnerung

„Dekade der Jugend und der Erinnerung“

Die Verantwortlichen unterzeichnen die Proklamation Dekade der Jugend und der Erinnerung
Unterzeichnung der Proklamation Dekade der Jugend und der Erinnerung


Am 9. November 2023 wurde die Proklamation der „Dekade der Jugend und der Erinnerung“ unterzeichnet. Die Beteiligten verpflichten sich darin, gemeinsam aktive Jugend- und Erinnerungsarbeit zu betreiben und dadurch zum Wohle aller Einwohner der Partnerregionen sowie zum Frieden und zur Freiheit in Europa beizutragen. Langfristiges Ziel ist es, Ereignisse der Vergangenheit mit Bedacht und Rücksicht auf individuelle Schicksale und Geschichtswahrnehmungen anzusprechen und auch schwierige, oft mit Verlust, nationalen Traumata und Vorurteilen behaftete Themen im interkulturellen Dialog bewusst und zugänglich zu machen.

Ein Bild der Urkunde Inernationales Buendnis
Urkunde Proklamation Dekade der Erinnerung


Dazu wurden unter anderem „Patrone“ bestimmt, die die Solidaritätsbotschaft des Internationalen Bündnisses für Frieden und Zusammenhalt“ in die Welt tragen. Ihre Schicksale sind ein Mahnmal dafür, dass wir füreinander einstehen und die Werte der Freiheit, der Toleranz und des gegenseitigen Respekts aktiv leben und schützen müssen, damit sich solch unsägliche Verbrechen, wie sie diesen Menschen angetan wurden, niemals wiederholen.

„Jeder Einzelne trägt die ganze Verantwortung.“

                Willi Graf

  • Willi Graf

    Bild von Willi Graf
    Willi Graf

    Willi Graf war Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ und hatte sich im Kreise der Geschwister Hans und Sophie Scholl unter anderem durch Verteilung von Flugblättern gegen das Hitlerregime aufgelehnt, woraufhin er am 12. Oktober 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde.

  • Familie Ulma

    Ein Bild der Familie Ulma
    Selige Familie Ulma

    Józef Ulma und seine hochschwangere Frau Wiktoria hatten während der deutschen Besetzung Polens im Zweiten Weltkrieg trotz drohender Lebensgefahr zwei jüdische Familien versteckt, um sie vor dem Holocaust zu retten. Das Ehepaar wurde jedoch verraten und mit ihren sieben Kindern und den acht Juden, die sie versteckt hatten, am 24. März 1944 erschossen.
    Papst Franziskus hatte im Dezember 2022 in einem Dekret das Martyrium des polnischen Ehepaars und seiner sieben Kinder anerkannt. Die gesamte Familie wurde am 10. September 2023 seliggesprochen

  • Omeljan Kowtsch

    Ein Bild von Omeljan Kowtsch
    Seliger Omeljan Kowtsch

    Omeljan Kowtsch war ein ukrainischer griechisch-katholischer Priester, der versuchte, so viele Juden wie möglich durch die Taufe vor dem Tod zu retten. Er wurde am 25. März 1944 im Konzentrationslager Majdanek ermordet. Seine Seligsprechung wurde am 27. Juni 2001 offiziell durch Papst Johannes Paul II in der Ukraine verkündet.