Das Schicksal und Leiden von Homosexuellen als relativ kleine Gruppe von Verfolgten in den Jahren 1933–1945 blieb lange Zeit unbeachtet. Sie waren wie andere ebenso Opfer des NS-Regimes, wurden damals in Konzentrationslagern mit dem rosa Winkel markiert und erfuhren erst sehr spät eine öffentliche Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus.
Mit dem Historiker Dr. Burkhard Jellonnek, der mit dem Thema „Homosexuellenverfolgung im Dritten Reich“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster promoviert wurde und Mitinitiator der Gedenkstätte „Neue Bremm“ ist, konnte ein ausgewiesener Experte für diesen Themenabend gewonnen werden.
Unter der Moderation des früheren Beauftragten für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen in Rheinland-Pfalz und Vorsitzenden des Fördervereins Gedenkstätte KZ Hinzert, Dieter Burgard, soll den Teilnehmenden ausgiebig Gelegenheit zum Informations- und Meinungsaustausch gegeben werden.
Vor dem Hintergrund leidvoller Erfahrung in Deutschland und im Saargebiet sollen bewusst aktuelle Bezüge zur Diskriminierung und Verfolgung von Schwulen, Lesben und queeren Menschen hergestellt und Strategien diskutiert werden, wie der Homophobie (unter anderem in rechtsextremen Kreisen) begegnet werden kann.
Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung wird durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die „Partnerschaft für Demokratie“ des Saarpfalz-Kreises gefördert. Ideell wird der Themenabend vom LSVD – Verband Queere Vielfalt unterstützt.
