Gemeinschaftsschule Rohrbach

Wichtiges Etappenziel erreicht -  Richtfest von Schulneubau mit Dreifeld-Sporthalle

John bedankte sich bei den Mitarbeitenden des Immobilienmanagements der Kreisverwaltung sowie den Planern und Handwerkern für die bisherige Arbeit. Zugleich hob er die Unterstützung hervor, die das Projekt von Innen- und Bildungsministerium, der Stadt St. Ingbert sowie den beteiligten politischen Gremien erhalten hat.

Als interkommunales Projekt wurde es vom Innenministerium mit einer Bedarfszuweisung in Höhe von 1 Mio. Euro unterstützt. Minister Jost: „Ein zeitgemäßer Sportunterricht benötigt eine zeitgemäße Infrastruktur. Mit dem Ersatzneubau der Dreifeld-Sporthalle an der Gemeinschaftsschule St. Ingbert-Rohrbach schaffen wir optimale Bedingungen, um die Gesundheit und die Freude an der Bewegung der Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu fördern. Durch die Errichtung dieser Halle für den Schul- und Vereinssport können alte und sanierungsbedürftige Hallen durch einen deutlich energieeffizienteren und wirtschaftlicheren Neubau ersetzt werden. Es ist mir eine große Freude, dass wir den Saarpfalz-Kreis bei diesem wichtigen Projekt mit einer Bedarfszuweisung unterstützen konnten. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der schulischen Ausstattung und zur Förderung des Sports in der Region.“

Weitere Gelder stehen in den nächsten Jahren aus dem Startchancen-Programm zur Verfügung. Sie werden in Teilen für den Neubau und in Teilen für den Bestand genutzt. Den Großteil der Kosten des Bauprojekts von 22,5 Millionen trägt der Saarpfalz-Kreis. Landrat Frank John: „Investitionen in Bildung sind immer Investitionen in die Zukunft. Der Schulneubau deckt die Bedürfnisse des neuen pädagogischen Konzepts der Schule als gebundene Ganztagsschule ab. Mit der Dreifeld-Sporthalle schaffen wir zudem nicht nur eine moderne Halle für den Schulsport, sondern auch einen Ort, der dem Vereinssport und damit der gesamten Ortsgemeinschaft zugutekommt.“

Am Schulneubau stehen im nächsten Schritt die Arbeiten an der Fassade an. Das Dach wird abgedichtet und die ersten Fensterelemente montiert. Auch die Außenhülle der Sporthalle ist fertiggestellt. Dort haben bereits die Arbeiten im Innenbereich begonnen. Beide Gebäude werden in einer Hybridbauweise errichtet. Die erdberührten Bauteile sowie die Technikräume werden in Massivbau-, alle anderen Bauteile in Holzbauweise ausgeführt.

„Mit dem Neubau wird der Schulstandort Rohrbach gestärkt und fit für die Zukunft gemacht. Eine moderne Schule und eine Dreifeld-Sporthalle erhöhen die Attraktivität des Standorts und schaffen gleichzeitig neue Möglichkeiten für den Sport. Besonders freut mich, dass die Halle auch unseren Vereinen zur Verfügung stehen wird. So entsteht ein Ort, von dem Schule und Stadtgesellschaft gleichermaßen profitieren“, so Bürgermeisterin Nadine Backes. 

Der Schulneubau wird unter anderem in mehrere Gruppenräume sowie offene Lernbereiche aufgeteilt. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot: „Mit dem Neubau schaffen wir in Rohrbach die räumlichen Bedingungen für eine Schule, die Kinder und Jugendliche individuell fördert, ihre Stärken in den Blick nimmt und ihnen im Ganztag gute Chancen eröffnet. Genau darum geht es beim Startchancen-Programm: Schulen dort gezielt zu stärken, wo die Herausforderungen größer sind, und ihnen zusätzliche Möglichkeiten für gute Bildung zu geben. Denn Bildungsgerechtigkeit und Bildungsqualität gehören unmittelbar zusammen. Jedes Kind soll Basiskompetenzen sicher erwerben, seine Talente entfalten und unabhängig von seiner Herkunft seinen eigenen Weg gehen können. Dafür braucht es gute pädagogische Konzepte – und Räume, in denen sie gelebt werden können.“

Die Neubauten entsprechen modernen Anforderungen an Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit. So sind der Zugang zum Schulneubau, die Anbindung an das bestehende Gebäude als auch der Zugang zur Sporthalle barrierefrei. Der Schulneubau erhält zudem einen Aufzug über alle vier Etagen.

Die Dächer von Sporthalle und Schulneubau werden mit Dachbegrünung versehen und das Dach des Schulneubaus erhält eine PV-Anlage. Darüber hinaus wird das Regenwasser der Dachflächen in einer Zisterne gesammelt und für die Toilettenspülung und die Bewässerung der Außenanlagen genutzt. Das Energiekonzept sieht eine gemeinsame Wärmeversorgung für den Schulneubau, die Sporthalle und das Bestandsgebäude vor. Die bestehende Gasheizung wird zurückgebaut und durch eine Pelletheizung mit Wärmepumpe und PV-Anlage ersetzt.

Landrat Frank John bedankte sich bei allen Beteiligten, dass der Zeit- und Kostenplan bei den Baumaßnahmen eingehalten werden kann und stellte eine Übergabe der Gebäude an die Schule für Sommer 2027 in Aussicht.