AQuiS

Unvergessen – junge Menschen setzen sich für den Erhalt des Ehrenfriedhofs Ommersheim ein

Der Ehrenfriedhof in Ommersheim ist nicht nur eine Ruhestätte, sondern auch ein bedeutender Ort der Erinnerung und des Gedenkens. Um diesen besonderen Ort zu bewahren, haben sich junge Menschen aus dem Projekt „Meilenstein“ der Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung im Saarpfalz-Kreis (AQuiS) mit großem Engagement für die Aufwertung der Anlage eingesetzt.

Auf Initiative des Ommersheimer Ortsratsmitgliedes Gerhard Hartmann wurden die Teilnehmenden für die Reinigungsarbeiten gewonnen. Sie übernahmen die vollständige Reinigung der rund 50 Grabsteine sowie des zentralen Denkmals und konnten die Gedenkstätte durch ihren tatkräftigen Einsatz sichtbar aufwerten. Während der Arbeiten vermittelte Gerhard Hartmann den jungen Menschen interessante Einblicke in die Geschichte des Ehrenfriedhofs. Dabei ging er auf die Gräber und die Menschen, die sich mit ihren Schicksalen dahinter verbergen, ein. So konnten die Teilnehmenden sich mit der Geschichte des Ehrenfriedhofs auseinandersetzen und ein tieferes Bewusstsein für die Bedeutung von Erinnerungskultur und den respektvollen Umgang mit historischen Gedenkstätten entwickeln.

Auch Landrat Frank John machte sich vor Ort ein Bild von den durchgeführten Arbeiten und dem Engagement der jungen Menschen: „Für die Teilnehmenden bedeutet die Arbeit auf dem Ehrenfriedhof weit mehr als die Durchführung von Reinigungs- und Pflegearbeit. Sie erhalten die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und gemeinsam Verantwortung für eine gesellschaftlich wertvolle Aufgabe zu übernehmen. Dabei werden insbesondere Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und selbstständiges Arbeiten gefördert. Gleichzeitig erleben die jungen Menschen unmittelbar, wie ihre Arbeit zu einem sichtbaren Ergebnis beiträgt“, so Landrat John.

Teilnehmende des Projekts „Meilenstein“ bei der Arbeit auf dem Ehrenfriedhof Ommersheim. Foto: Jérôme End

Mit der Reinigung der Grabsteine und des Denkmals ist die Arbeit jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Jugendlichen werden die Gedenkstätte erneut anlässlich des Volkstrauertags aufsuchen und weitere Arbeiten, wie die Entfernung von Unkraut, vornehmen. Dadurch wird erneut sichergestellt, dass die Gedenkstätte als würdevoller Ort der Erinnerung bewahrt wird.

Das Projekt „Meilenstein“ wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit und den Europäischen Sozialfonds Plus sowie durch das Jobcenter Saarpfalz-Kreis. Junge Menschen sollen hierbei unterstützt werden, neue Perspektiven einzunehmen und ihre persönliche und berufliche Zukunft weiterzuentwickeln.

Die Arbeiten auf dem Ehrenfriedhof zeigen, wie praktisches Lernen und gesellschaftliches Engagement miteinander verbunden werden können. Durch ihren Einsatz haben die Teilnehmenden nicht nur zur Aufwertung der Anlage beigetragen, sondern auch Verantwortung für den Erhalt eines wichtigen Stücks regionaler Geschichte übernommen.