AQuiS

Aus Alt mach Neu: Mäppchen aus alten Schullandkarten

Alte Schullandkarten müssen nicht im Müll landen. Sie können ein zweites Leben bekommen. Wie aus ausgedienten Unterrichtsmaterialien etwas Neues und Nützliches entsteht, zeigt ein besonderes Upcycling-Projekt im Rahmen der Arbeitsgelegenheit „Kirkeler Nähkästchen“ der Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung im Saarpfalz-Kreis (AQuiS). Mit viel Kreativität, handwerklichem Geschick und Liebe zum Detail wurden aus alten Schullandkarten der Gemeinschaftsschule Kirkel individuelle Mäppchen genäht, die nun ihren Weg zurück zu den Schülerinnen und Schülern der Schule gefunden haben.

Statt die nicht mehr benötigten Landkarten zu entsorgen, wurden sie von den Teilnehmenden der Arbeitsgelegenheit zu langlebigen Mäppchen verarbeitet. Das besondere hieran: Jedes Stück ist ein Unikat – mit ganz eigenen Farben, Kartenausschnitten und geografischen Besonderheiten.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich Nachhaltigkeit und soziale Teilhabe miteinander verbinden lassen. Durch die Wiederverwendung vorhandener Materialien werden wertvolle Ressourcen geschont und gleichzeitig neue Perspektiven geschaffen. „Die Mäppchen aus alten Schullandkarten verdeutlichen, dass Dinge, die nicht mehr benötigt werden, nicht direkt im Müll landen müssen. Durch Upcycling kann aus ihnen etwas ganz Neues entstehen. Besonders schön ist dabei, dass die fertigen Produkte wieder dorthin zurückkehren, wo ihre Geschichte begann: In die Schule. So schließt sich der Kreis auf besondere Weise“, sagt Landrat Frank John, Aufsichtsratsvorsitzender der AQuiS.

Stephanie Klein, Koordinatorin der Schulleitung der Gemeinschaftsschule Kirkel (links), und Tatiana Burda, Fachliche Anleiterin der AQuiS. Foto: Dr. Katja Grüneberg-Wehner 

Arbeitsgelegenheiten bieten Menschen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln, ihren Alltag zu strukturieren und durch sinnstiftende Tätigkeiten am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Gefördert wird die Arbeitsgelegenheit „Kirkeler Nähkästchen“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF-Plus) durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes sowie durch das Jobcenter Saarpfalz-Kreis. Die Förderung ermöglicht es, die Umsetzung gemeinwohlorientierter Projekte, persönliche Entwicklung und gesellschaftlichen Nutzen miteinander zu verbinden.

Die entstandenen Mäppchen sind weit mehr als praktische Alltagsbegleiter. Sie stehen für einen bewussten Umgang mit Ressourcen, Kreativität und für die Wertschätzung handwerklicher Arbeit. Das Projekt beweist: Manchmal braucht es nur eine gute Idee, ein wenig Geschick und die Bereitschaft, Dingen eine zweite Chance zu geben, um aus vermeintlich Altem etwas ganz Neues und Besonderes entstehen zu lassen.