Eine „ungewöhnliche Frau“ zu Gast im Frauenbüro

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11.07.2014

Eine „ungewöhnliche Frau“ zu Gast im Frauenbüro

Vernissage der Wander-Ausstellung über AWO-Gründerin Marie Juchacz am 16. Juli

Für Mittwoch, 16. Juli 2014, um 19 Uhr lädt das Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises zu einer Vernissage ein: Anlässlich des 90jährigen Jubiläums der Arbeiterwohlfahrt Saarland zeigt der AWO Kreisverband Saarpfalz in Kooperation mit dem Frauenbüro, das seinerseits seinen 25. Geburtstag feiert, die Wanderausstellung des Bundesverbandes zu Marie Juchacz.

1879 in Landsberg/Warthe geboren, ist sie nicht nur als Gründerin der Arbeiterwohlfahrt bekannt, sondern Marie Juchacz schrieb auch dadurch Geschichte, dass sie 1919 als erste Frau im deutschen Parlament das Wort ergriff. Aus kleinen Verhältnissen stammend, trat sie 1908 der SPD bei, wo sie bald politische Ämter übernahm. 1919 wurde sie nach der Erteilung des Frauenwahlrechts in die Nationalversammlung gewählt und brachte ins Parlament viele wichtige Vorlagen zur Frauen- und Familienpolitik ein.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte sie ins Saargebiet, von wo aus sie nach dem Anschluss an das Deutsche Reich 1935 weiter Richtung Elsass und schließlich in die USA emigrierte. Ihr größtes sozialpolitisches Verdienst stellte 1919 die Gründung der Arbeiterwohlfahrt dar, zu der sie sich durch eigene Erfahrungen – vor allem im Ersten Weltkrieg - veranlasst sah. Als Marie Juchacz 1949 aus ihrem amerikanischen Exil nach Deutschland zurückkehrte, wurde sie Ehrenvorsitzende der AWO. Sie starb 1956 in Düsseldorf.

Die Ausstellung ist bis 30. Juli im FrauenForum zu sehen. Weitere Infos und Anmeldung unter der Nummer 06841-104/7138 oder per Mail an frauenbuero@saarpfalz-kreis.de.



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Letzte Änderung: 10.07.2014

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