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06.04.2005

Wenn ein Weg zum Ausweg wird

Konkrete Hilfen dank der Arbeit des Seniorenbüros des Saarpfalz-Kreises

Lydia Tevs, 20 Jahre, körperbehindert, von der Pflegekasse als erheblich pflegebedürftig eingestuft, bewegt sich mit einem Elektrorollstuhl ohne Hilfe in und außerhalb der Wohnung ihrer Eltern in Homburg fort.

Lydia Tevs und Birgit Tobae, Mitarbeiterin der Beratungsstelle des Saarpfalz-Kreises, auf der jüngst fertiggestellten Hebebühne.

Lydia Tevs und Birgit Tobae, Mitarbeiterin der Beratungsstelle des Saarpfalz-Kreises, auf der jüngst fertiggestellten Hebebühne.
Bis zum Sommer absolviert sie ein Berufsvorbereitungsjahr in Neckar-Gmünd und kommt nur zum Wochenende und in den Ferien nach Hause.  Ab diesem Herbst wird sie eine Beschäftigung in einer Reha-Werkstätte in Saarbrücken aufnehmen.

Bis vor kurzem konnte sie die elterliche Wohnung nicht ohne Hilfe verlassen. Sie und ihr Rollstuhl mussten über die Treppe aus dem ersten Obergeschoss der Mietwohnung getragen werden. Sie konnte das Haus also nur verlassen, wenn eine helfende Person zur Verfügung stand. Nur zu verständlich, ihr Wunsch selbständiger zu werden und das Haus verlassen zu können, um sich mit Freunden zu treffen, auch wenn ihre Eltern mal nicht zu Hause sind. 

Die junge Frau hat von der Wohnberatungsstelle für Ältere, aber auch für Menschen mit Behinderungen bei der Kreisverwaltung des Saarpfalz-Kreises erfahren und sich im Herbst 2004 hilfesuchend an die Mitarbeiterinnen der Beratungs- und Koordinierungsstelle gewandt. Birgit Tobae und Daniela Kirsch vereinbaren bei solchen Anliegen zunächst einen Hausbesuch, um sich die Wohnsituation vor Ort anzusehen.

Nach der Besichtigung und einem Beratungsgespräch mit Lydia Tevs und ihrer Großmutter war bald klar, dass nur eine Transfermöglichkeit über den Balkon, mittels einer Hebebühne infrage kam, da das Treppenhaus für andere Lösungen nicht breit genug ist.

Nun galt es für die Beratungsstelle eine Reihe von Hilfestellungen einzuleiten: Die Zustimmung des Wohnungsvermieters, einer gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft war einzuholen, der Antrag auf einen Zuschuss bei der Pflegeversicherung zu stellen, Eingliederungshilfe beim Versorgungsamt zu beantragen, Kostenvoranschläge für eine Hebebühne und den Weg, der eigens vom Balkon über den Rasen hin zum Bürgersteig angelegt werden musste, anzufordern.

Schon nach kurzer Zeit hatte das Versorgungsamt die Eingliederungshilfe bewilligt und der Zuschuss der Pflegeversicherung für die Umbaumaßnahme war gewährt. Eine Rehafirma konnte mit der Lieferung einer Hebebühne beauftragt werden und eine ortsansässige Baufirma mit dem Anlegen des festen Weges.

Zügig, trotz kleinerer Verzögerungen durch die Unbillen des Winters, haben die Firmen ihre Arbeiten erledigt und Lydia Tevs kann seit Frühlingsbeginn ohne auf Hilfe angewiesen zu sein, das Haus verlassen. Sie ist überglücklich und stolz auf ihre neue Selbständigkeit.

Dass diese Umbaumaßnahme so schnell und erfolgreich gelang, lag nicht zuletzt am guten Zusammenspiel vieler Beteiligter. Die engagierte Großmutter, Ella Tevs, trug eilig alle erforderlichen Bescheinigungen, Atteste und Nachweise zusammen. Die Eltern der jungen Frau gestalteten die Wohnung so um, dass das Zimmer mit Ausgang zum Balkon jetzt Lydias Domizil ist, und bereiteten für die ausführenden Firmen kleine, aber wichtige, handwerkliche Arbeiten vor.

Durch die schnelle Bearbeitung der Kostenträger und die Koordinierungshilfen des Seniorenbüro des Saarpfalz-Kreises wurde ein Beispiel gelungener Behindertenhilfe für Lydia Tevs und ihre Familie geschaffen.

Weitere Infos und Wohnberatung beim Seniorenbüro des Saarpfalz-Kreise, Telefon (0 68 41) 1 04-1 71 oder 1 04-1 86.

Autor: ust


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Letzte Änderung: 06.04.2005

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