+++ Saarländische Landesregierung verschärft Corona-Maßnahmen

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens sowie der Belegungs- und Hospitalisierungsraten in den saarländischen Krankenhäusern, hat die saarländische Landesregierung die Corona-Verordnung angepasst; sie tritt in ihrer neuen Form am Donnerstag, 2. Dezember in Kraft und ist zunächst bis zum 16. Dezember gültig. Um den Schutz der Bevölkerung vor einer weiteren Ausbreitung der Corona-Infektion und deren strikte Eindämmung zu gewährleisten, werden für viele Bereiche striktere Maßnahmen angeordnet.

Die wesentliche Neuerung ist, dass überall dort, wo bisher die 3-G Regel galt die 2-G Regel eingeführt wird und wo bisher die 2-G Regel galt die 2G-Plus - Regel greift.

Auch die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung wird wieder ausgeweitet: im Außenbereich im öffentlichen Raum ist bei jedem nicht nur kurzfristigen Kontakt mit nicht zum eigenen Haushalt gehörenden Personen, mit Ausnahme von Ehepaaren, Lebenspartner und nichteheliche Lebensgemeinschaften und Verwandten in gerader Linie, wenn ein Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten wird, eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Ausnahmen werden eingeschränkt, d.h. im Innenbereich kann man die Maske nur abziehen während des Konsums von Speisen oder Getränken und während des Sportbetriebs.

Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nicht geimpften oder nicht genesenen Personen nur gestattet mit den Angehörigen des eigenen Haushalts sowie zusätzlich einer nicht zum eigenen Haushalt gehörenden Person. Von den Beschränkungen ausgenommen, bleiben Minderjährige und Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation, nicht gegen das Corona Virus SARS-CoV-2 geimpft werden können.

Personen, die durch einen PCR-Test positiv getestet worden sind, müssen sich in Selbstquarantäne begeben und unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt kontaktieren.

Für den Innenbereich gilt die 2G-Plus-Regelung, so zum Beispiel bei Veranstaltungen, in der Innengastronomie oder im Fitnessstudio. Die Ausnahme für Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig an den Schultestungen teilnehmen, ist nur noch für Minderjährige gültig. Diskotheken und Clubs müssen schließen.

Ab dem 6. Dezember 2021 ist der Besuch von Ladenlokalen nur noch mit 2G-Nachweis möglich. Ausgenommen hiervon ist die Grundversorgung, beispielsweise Supermärkte, Bäckereien und Banken, aber auch Abhol- und Lieferangebote sowie der Online-Handel.

In Schulen wird eine Testpflicht (zweimal pro Woche) nun auch für Schülerinnen und Schülern, die geimpft oder genesen sind, eingeführt. Diese gilt dann auch für die Lehrkräfte und die anderen an der Schule tätigen Personen, die einen 2G-Nachweis führen und nicht schon aufgrund des Infektionsschutzgesetztes der täglichen Testpflicht unterliegen.

Darüber hinaus ist schulfremden Personen die Beteiligung an der Durchführung einer schulischen Veranstaltung im Innenbereich oder die Teilnahme an einer solchen nur gestattet, wenn sie einen 2G-plus-Nachweis vorlegen. Dies gilt nur für solche Veranstaltungen, die nicht als Teil des Unterrichts- und Betreuungsbetriebs im engeren Sinne zu betrachten sind.

Für den außerschulischen Bildungsbereich gelten je nach Dringlichkeit bzw. Notwendigkeit der Durchführung und auch im Hinblick auf das jeweilige spezifische Infektionsrisiko der Bildungsveranstaltungen 3G, 2G oder 2G-plus. Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt auch hier.

Wo gilt 2G?

  • beim Besuch von Freizeitparks und anderer Freizeitaktivitäten im Außenbereich
  • bei der Teilnahme an kulturellen Betätigungen in Gruppen im Außenbereich
  • beim Sport im Außenbereich (Ausnahme: wenn alleine oder mit dem eigenen Haushalt)
  • als Zuschauer beim Sport im Außenbereich
  • in der Außengastronomie
  • Veranstaltungen im Außenbereich
  • ab dem 6. Dezember 2021 im Handel, ausgenommen hiervon ist die Grundversorgung


 Wo gilt 2G+ (im Innenraum)?

  • bei Veranstaltungen im Innenbereich
  • bei der Inanspruchnahme körpernaher (auch beim Frisörbesuch), nicht-medizinischer oder therapeutisch indizierter Dienstleistungen
  • Hotelübernachtungen sind nur unter Einhaltung der 2G-Regel möglich
  • in Schwimmbädern, Freizeitparks, Spielhallen, beim Sport, Museen, Theater, Kinos etc.
  • in der Gastronomie; Ausnahme: die Abholung von Speisen ist ohne 2G, aber dann mit Maske möglich
  • bei sexuellen Dienstleistungen und im Prostitutionsgewerbe
  • für Besuche in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Rehakliniken


Wo gilt 3G?

  • Beim Präsenzbetrieb an Hochschulen gilt Maskenpflicht zusätzlich zu 3G Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen
  • In Schulen zu Elterngesprächen
  • bei standesamtlichen Trauungen


Wer ist von der 2G, 2G+ und 3G-Regelung ausgenommen?

Ausgenommen von 2G/2G+ bzw. 3G sind generell:

  • Personen, die aufgrund ärztlich bescheinigter medizinischer Kontraindikation nicht geimpft werden dürfen, insbesondere Schwangere im ersten Schwangerschaftsdrittel (mit aktuellem negativen Test!)
  • Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres

KiTa-Kinder über 6 und Schülerinnen und Schüler bei regelmäßiger Teilnahme am Testangebot in der Einrichtung

 

Das Gesundheitsministerium kontrolliert das Infektionsgeschehen auch weiterhin engmaschig um schnell handeln zu können. Wer es bislang noch nicht getan hatte, sollte sich baldmöglich impfen lassen. Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie die Kontaktnachverfolgung waren und sind wesentlich. Alle Saarländerinnen und Saarländer sind weiterhin gefordert, die Regelungen zu berücksichtigen und somit am gemeinsamen Erfolg gegen die steigenden Infektionszahlen mitzuwirken.

 

Hinweis: Bei diesen Bekanntmachungen handelt es sich um offizielle öffentliche Bekanntmachungen des Bundeslandes Saarland und nicht des Saarpfalz-Kreises.

Weitere Informationen der Landesregierung zum Thema Corona finden Sie hier.

Weitere Medieninfos der Landesregierung zum Thema Corona finden Sie hier.

 

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