Landrat Dr. Theophil Gallo stiftete der Blieskasteler Geschwister-Scholl-Schule ein einjähriges Zeitungsabonnement des Pfälzischen Merkurs und ist somit für ein Jahr Lesepate.

Seit fast einem halben Jahr steht den Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Schule der Pfälzische Merkur zur Verfügung. Im A-Kurs der Klasse 10 wurde die Zeitung analysiert. Landrat Dr. Theophil Gallo finanziert als Lesepate das Jahresabonnement an der Blieskasteler Gemeinschaftsschule. Zum Tag der offenen Tür unterhielten sich der Landrat und Serkan Karabulut, Verlagsleitung des Pfälzischen Merkurs, mit Schulleiterin Sylvia Behet Deutschlehrerin Theresia Heckmann und den Schüler*innen Dana Roth, Chiara König und Rouven Meiser. Die Schulbibliothek war Schauplatz für die Diskussion über die Zeitung als Informationsquelle und die Lesegewohnheiten der Schüler.

„Das Projekt ist eine neue Lernerfahrung. Die Herausforderung stellt sich darin zu unterscheiden, welche Nachricht glaubwürdig ist und welche Nachricht keiner Grundlagenrecherche unterlag“ berichtete die Deutschlehrerin. „Der Umgang mit Informationsbeschaffung aus verschiedensten Quellen und die Sichtweise auf Informationen aus Zeitungen und aus sozialen Medien sollte eingeübt werden“, so die betreuende Lehrerin. Der Aufbau der Tageszeitung aus dem s. g. Mantel mit Hintergrundthemen, den Lokalteilen, und der Anteil an Werbung wurden im Unterricht besprochen. „Mich interessieren politische Themen und generell was auf der Welt passiert. Ich vermisse weitere Angebote für Jugendliche in Ergänzung zur Seite Studium und Beruf“, sagte Dana Roth. „Unsere Lernziele sind, die Lesekompetenzen und die Allgemeinbildung zu fördern, ein Interesse für aktuelle, gesellschaftspolitische Themen zu wecken und dabei auch lokale Themen im Fokus zu haben“, erklärte Schulleiterin Sylvia Behet.

Fast druckfrisch hatte der Verlagsleiter 30 Exemplare der Samstagsausgabe dabei. Er gab einen Einblick in den Ablauf beim Entstehen der Digital- und Printausgabe: „Im Mantel decken wir Meldungen aus zwei Bundesländern für die pfälzischen und saarländischen Leser ab. Es werden Korrespondentenmeldungen gesichtet, Fachleute bereiten Hintergrundthemen auf. Für den Lokalteil arbeiten ergänzend freie Redakteure. Der Redaktionstag hat sich seit Einführung der Onlineausgabe in einen 24-Stundentag gewandelt. Dabei gilt immer Digital first!“ Diskutiert wurden auch die Vor- und Nachteile von Print- und Digitalausgaben. „Digital- und Printausgaben haben beide Vorteile. Die Printausgabe hat etwas Gemütliches. Im Internet ist man schneller“, meinte Chiara König. „Das Digitallesen belastet die Augen. Die Printausgabe ist im Format schwieriger zu händeln. In der Digitalausgabe kann man allerdings besser über Suchbegriffe Themen finden“ ergänzte Rouven Meiser. Dabei zitierte Karabulut eine interessante Studie, nach der Zeitungsleser sich leichter Raum und Platz verschaffen und eine bessere Motorik haben.

Presse- und Meinungsfreiheit sind in Artikel 5 des Grundgesetzes festgeschrieben und bilden die Basis für eine geordnete Gesellschaft und Demokratie. „Für unsere Demokratie ist es wesentlich, junge Bürgerinnen und Bürger schon früh für politische Themen zu interessieren und Medienkompetenz zu vermitteln, sie zu motivieren, sich umfassend in verlässlichen Quellen zu informieren und wählen zu gehen“, verdeutlicht der Landrat. Für ältere Generationen stellt sich die Frage der Tageszeitung als Informationsquelle nicht. Das tägliche Zeitungslesen ist dort nahezu selbstverständlich. Bei jüngeren Generationen ist das anders. Das Projekt des Lesepaten gewinnt somit zunehmend an Bedeutung. Der Landrat hofft, dass die Schülerinnen und Schüler, die so in die Zeitung reinschnuppern und eine Anleitung erfahren konnten, auch weiterhin dieses Medium für Nachrichteninformationen nutzen und tägliche Zeitungsleser werden. „Es ist wichtig sich bewusst zu machen, dass ein Printmedium belastbare, bestätigte Informationen liefert, hinter denen eine Redaktion steht. Das ist bei Nachrichten aus dem Internet nicht so ganz sicher, zumal es auch mittlerweile gang und gäbe ist, dass falsche oder verfälschte Meldungen und Informationen lanciert werden“, so Gallo. Bei der Frage, ob eine Zeitungsredaktion eine Option für einen Praktikumsplatz oder der Beruf des Journalisten oder Redakteurs ein Traumberuf sei, war durchaus Interesse zu erkennen.

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