Wunderfaser Wolle

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12.04.2017

Wunderfaser Wolle


Wolle spinnen, ein immer mehr in Vergessenheit geratenes uraltes Handwerk, verbindet Geschicklichkeit, Geduld und Kreativität in einzigartiger Weise. Lore Schneider referiert am 4. Mai 2017 im Kulturlandschaftszentrum Haus Lochfeld in Wittersheim über eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit.


Handspinnerinnen am Spinnrad. Foto: Chantal-Manou Müller, copyrights by Chantimanou Hand Spinnerey
„Würde eines Tages berichtet, dass eine Textilfaser entdeckt worden ist, die unter freiem Himmel oder in einfachen Gebäuden mit geringem Energieverbrauch und ohne Abfallprodukte erzeugt werden kann, dazu noch in verschiedenen Farben und Längen, unser Interesse wäre geweckt. Würde weiter bekannt, die Faser sei leicht zu veredeln, zu färben und mit anderen Fasern zu mischen, sei giftfrei, hautfreundlich, elastisch, lärmdämmend, wärme- und feuchtigkeitsausgleichend, schmutz- und wasserabstoßend, schwer entflammbar, leicht zu reinigen, knitterfrei, wiederverwendbar und hundertprozentig biologisch abbaubar, welchen Namen würden wir dieser Faser geben? Wahrscheinlich würde man von einer Wunderfaser sprechen. Und um ein Wunder, ein viel zu wenig beachtetes Wunder, handelt es sich bei der Wolle vom Schaf“ schreiben die schwedischen Wollexperten Kerstin Gustafson und Alan Waller.

Das Spinnen ist ein Handwerk, das schon seit Tausenden von Jahren von Menschen ausgeübt wird. Bereits frühe ethnische Gemeinschaften haben sämtliche Fasern versponnen, die ihnen die Natur zur Verfügung stellte. In kalten Regionen Fasern von Tieren wie dem Schaf, dem Alpaka, dem Kamel und der Ziege, in wärmeren Regionen Pflanzenfasern wie Baumwolle, Leinen, Ramie und Hanf.

Kursleiterin Lore Schneider beschäftigt sich seit 30 Jahren mit der Verarbeitung von Wolle durch verspinnen, färben, verfilzen oder auch verstricken. Ebenso lange finden unter ihrer Leitung Spinn-, Web- und Färbekurse und seit 1995 auch Filzkurse, statt. In dem nun stattfindenden Vortrag referiert sie über verschiedene Faserqualitäten und Wollsorten. Wolle, die warm, leicht und elastisch ist, kann bis zu 30 % Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen, sie nimmt Gerüche auf und kann sie wieder durch Lüften an der Luft abgeben. Die Teilnehmer erhalten auch einen Einblick über die Flachsverarbeitung zu Leinengarn. Dieses wurde in unserer Region in früheren Zeiten insbesondere als Bettwäsche verwebt. Die Trageeigenschaften von Leinenstoff werden besprochen, verschiedene Spinnrädermodelle zum Verspinnen von Wolle und Flachs werden vorgestellt.

„Spinnen – ein Jahrhunderte altes Handwerk“, ist eine Veranstaltung des Zweckverbandes "Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe“ in Zusammenarbeit mit dem Saarpfalz-Kreis und dem Mandelbachtaler Verkehrsverein im Rahmen der Mandelbachtaler Naturerlebnistage. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr und findet im Seminarraum von Haus Lochfeld statt. Um Voranmeldung bis spätestens 3. Mai 2017 beim Saarpfalz-Kreis per Telefon (06841/104-7228) oder per Email „haus-lochfeld@saarpfalz-kreis.de“ wird gebeten. Dort gibt es weitere Informationen (auch das komplette Veranstaltungsprogramm 2017 und eine Anfahrtsbeschreibung) zum Angebot des Kulturlandschaftszentrums. Wegen der begrenzten Parkmöglichkeit am Haus wird gebeten Parkplätze im Umfeld anzufahren oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Der Eintritt kostet 3 Euro.



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Letzte Änderung: 12.04.2017

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