„Der letzte Zug!“ oder: „Voll neben der Spur?“

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07.06.2010

„Der letzte Zug!“ oder: „Voll neben der Spur?“

JugendFilmTage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Nikotin- und Alkoholprävention

Es war schon ein ungewöhnliches Bild zu dieser Uhrzeit: Am Vormittag war das Homburger Eden-Kino bis auf den letzten Platz besetzt. Grund war aber nicht die Verleihung eines Filmpreises á la Cannes oder das Preview eines Blockbusters, sondern eine innovative Aktion zur Suchtprävention.


Diese Aktion wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bundesweit präsentiert und lief in Homburg mit Unterstützung des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) im Saarpfalz-Kreis sowie in Kooperation mit „Praesent“, Fachstelle für Suchtvorbeugung und -beratung der AWO SPN, der Suchtberatung des Caritas-Zentrum Saarpfalz und weiteren regionalen Partnern.
Die JugendFilmTage „Nikotin und Alkohol – Alltagsdrogen im Visier“ verbinden interessante Filmvorführungen, spannende Mitmach-Aktionen und jugendgerechte Medien zu einem attraktiven Kino- und Bildungsevent. Das Angebot ergänzt die bundesweiten Jugendkampagnen „rauchfrei“, „Na Toll!“ und „Alkohol? Kenn dein Limit.“ der BZgA. In Homburg nahmen rund 500 Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren und ihre Lehrkräfte an dieser Veranstaltung im Eden Cinehouse und in der Aula des Christian von Mannlich Gymnasiums teil.
„Mit den JugendFilmTagen wollen wir Jugendliche gezielt auf die gesundheitlichen Folgen und das Abhängigkeitspotenzial des Rauchens und Alkoholkonsums aufmerksam machen und die Entwicklung einer kritischen Haltung zu legalen Suchtmitteln fördern“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Filme können wichtige Impulse setzen, damit sich Jugendliche mit den Themen Nikotin und Alkohol auseinander setzen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Filmthemen in der Schule vor- oder nachbereitet werden. Das Kino als außerschulischer Lernort wird auf diese Weise zu einem besonders motivierenden Informationsangebot.
„Die Bundeszentrale freut sich daher sehr, im Saarpfalz-Kreis auf ein breites Bündnis von Aktionspartnern und dem „Eden Cinehouse“ getroffen zu sein, die die Durchführung dieser Veranstaltung ermöglichen“, so Prof. Dr. Pott weiter.
Organisiert vor Ort wurden die JugendFilmTage von  „Praesent“, Fachstelle für Suchtvorbeugung und –beratung der AWO – SPN und der Suchtberatung des Caritas Zentrum Saarpfalz. Unterstützt werden sie dabei von einem breiten Bündnis von Akteuren und Einrichtungen, die aus unterschiedlichsten Bereichen kommend hier einen Beitrag zur Suchtpräventionsarbeit leisten. Im Einzelnen sind dies: Der Saarpfalz-Kreis, J.O.S.H. Stadt Homburg, der Agentur „Sinus“, AK Gemeindenahe Suchtprävention im Saarpfalz-Kreis, Christian von Mannlich Gymnasium, Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz im Saarland, Kinder- und Jugendpsychiatrie Universitätsklinikum des Saarlandes, den Schoolworkern des Saarpfalz-Kreis, Landesinstitut für Präventives Handeln, Juz United – Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung e.V., Selbsthilfegruppen, Familienhilfezentrum des Saarpfalz-Kreises und Katholischer Pfarrverband Homburg.

Insgesamt wurden an zwei Vormittagen sechs verschiedene Filme mit jugend- und suchtspezifischen Inhalten für verschiedene Altersgruppen gezeigt. Vor und nach den Filmvorführungen konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen zu den Themen Nikotin und Alkohol unter anderem bei dem Quiz „Weißt du Bescheid?“ überprüfen. Beim Promille-Run „Voll neben der Spur“ erlebten die Jugendlichen mit Hilfe aufgesetzter Spezialbrillen einen simulierten Rausch und die damit einhergehende Einschränkung ihrer Wahrnehmungsfähigkeit. In der Beratungs-Lounge „Der letzte Zug“ erhielten rauchende Schülerinnen und Schüler Tipps, wie sie mit dem Rauchen aufhören können.
Vielfältige Auseinandersetzungsmöglichkeiten mit den Themen Alkohol und Nikotin boten weitere Mitmachstationen und Infostände.

Weitere Tourdaten der JugendFilmTage 2010
09. +  10. Juni   Saarbrücken, CineStar
16. + 17.  Juni   Neunkirchen (Landkreis), Kino am Wasserturm
06. +  07. Juli    Friedrichshafen (Bodenseekreis), Cineplex
12. +  13. Oktober   Konstanz  (Landkreis), CineStar
14. +  15. Oktober   Biberach (Landkreis), Sternen-Palast/ Arthouse
19. +  20. Oktober    Ulm (Alb-Donau-Kreis), Xinedom
21. +  22. Oktober   Pforzheim (Enzkreis), Cineplex
02. +  03. November   Hildesheim, Thega Filmpalast
04. +  05. November   Goslar, Cineplex
23. +  24. November   Dresden, CinemaxX
Termine noch offen:   Essen, Kassel, Landkreis Merzig-Wadern

Zahlen zum Nikotin- und Alkoholkonsum
Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der rauchenden Jugendlichen kontinuierlich ab. Dies bestätigen die aktuellen Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahr 2008. So hat sich der Anteil der
12- bis 17-jährigen Raucher/-innen seit dem Jahr 2001 nahezu halbiert: Der Prozentanteil sank von 28 Prozent kontinuierlich bis auf 15,4 Prozent in 2008. Dies stellt einen historischen Tiefstand im Rauchverhalten dar. In keiner der seit 1979 regelmäßig durchgeführten repräsentativen Befragungen der BZgA konnte bei Jugendlichen ein so niedriger Wert im Zigarettenkonsum festgestellt werden. Der positive Trend zum Nichtrauchen ist bei weiblichen und männlichen Jugendlichen gleichermaßen nachzuweisen.
Aus der Perspektive der Prävention ist der Anteil Jugendlicher, die noch nie geraucht haben, ebenso wichtig. Je höher dieser Anteil liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass in der Zukunft weniger Personen mit dem Rauchen anfangen. So zeigen die Studienergebnisse, dass der Anteil der Nierauchenden kontinuierlich steigt. Während 2001 nur 41 Prozent der 12- bis 17-Jährigen angaben, Nieraucher/-in zu sein, bezeichnen sich in der aktuellen Erhebung aus 2008 rund 61 Prozent der befragten jungen Menschen als Nieraucher/-innen.
Ein neues Gesundheitsproblem stellt das Rauchen von Wasserpfeifen (Shisha) dar. Der Anteil der aktuell Shisha konsumierenden Jugendlichen liegt – analog der Erhebung aus den Jahr 2007 – bei 12 Prozent. Dies lässt vermuten, dass sich shisharauchen bei einem Teil der Jugendlichen zu einer ernst zu nehmenden Variante des Tabakkonsums entwickeln könnte.

Die Ergebnisse der BZgA-Repräsentativuntersuchung 2008 zum Alkoholkonsum Jugendlicher zeigen, dass der Alkoholkonsum bei Jugendlichen – nach einem Anstieg zwischen 2005 und 2007 – zwar wieder rückläufig ist, aber immer noch Ausmaße hat, die Anlass zur Sorge geben. Aktuell konsumieren etwa 6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen eine selbst für Erwachsene riskante Alkoholmenge (als riskanter Alkoholkonsum gilt für erwachsene Männer eine Alkoholmenge von 24 bis 60 g reinem Alkohol pro Tag, für erwachsene Frauen 12 bis 40 g reinem Alkohol pro Tag).
Nach wie vor trinken deutlich mehr männliche als weibliche Jugendliche regelmäßig Alkohol. Auch das sogenannte Binge-Trinken (Trinken von mehr als 5 alkoholischen Getränken hintereinander) praktizieren häufiger männliche Jugendliche (23 Prozent) als weibliche Jugendliche (17,7 Prozent). Insgesamt geben 20,4 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren an, dass sie in den letzten 30 Tagen bei einer Gelegenheit fünf alkoholische Getränke oder mehr hintereinander getrunken haben.
Weitere Informationen: www.bzga.de >Studien/Untersuchungen
 
Internet-Tipps für Jugendliche
www.rauch-frei.info
Für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen oder mit dem Gedanken daran spielen oder ihren Freund/ ihre Freundin überzeugen wollen, mit dem Rauchen aufzuhören. Und für alle, die mit dem Nikotinkonsum gar nicht erst anfangen wollen. Dazu knallharte Fakten, Tests, Spiele, Spots und E-Cards.
www.bist-du-staerker-als-alkohol.de
Mit Antworten auf viele Fragen, u.a.: Was passiert bei wie viel Promille? Werde ich schneller nüchtern, wenn ich erbreche? Passen Alkohol und Sex wirklich zusammen? Dazu Tests, ultimative Cocktailrezepte, E-Cards und etliches mehr kostenlos zum Bestellen und Downloaden.
www.kenn-dein-limit.info
Hier gibt’s viele Infos rund ums Thema Alkohol, z.B.: Wie wirkt sich Alkohol auf meinen Körper aus? Wo ist mein Limit? Wieviel Alkohol enthält ein Mixgetränk und warum ist Rauschtrinken eigentlich so gefährlich? Dazu zahlreiche Tests, spannende Tipps, interessante Zahlen und Fakten.


Bundesweite Info- und Beratungsangebote
BZgA-Beratungstelefon zum Nichtrauchen
Das Beratungstelefon bietet eine persönliche Entwöhnungsberatung für Jugendliche und Erwachsene an, mit dem Rauchen aufhören wollen.
Tel. 0 18 05-31 31 31 (0,14 €/min aus dem Festnetz, Mobilfunkpreis max. 0,42 €/min).
Montag - Donnerstag von 10.00 - 22.00 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10.00 - 18.00 Uhr

BZgA-Beratungstelefon zur Suchtvorbeugung
Bei Alkohol- oder anderen Abhängigkeitsproblemen bietet das BZgA-Telefon eine erste persönliche Beratung mit dem Ziel, Ratsuchende an geeignete lokale Hilfs- und Beratungsangebote zu vermitteln.
Tel. 0221-89 20 31
Montag - Donnerstag von 10.00 - 22.00 Uhr und Freitag - Sonntag von 10.00 - 18.00 Uhr

Sucht & Drogen Hotline
Telefonische Drogennotrufeinrichtungen aus Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Nürnberg haben sich auf Initiative der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zusammengeschlossen und bieten bundesweit telefonische Beratung in Sucht- und Drogenfragen für Betroffene und ihre Angehörigen an.
Tel. 0 18 05-31 30 31 (0,14 €/min aus dem Festnetz, Mobilfunkpreis max. 0,42 €/min).
Montag - Sonntag von 0.00 - 24.00 Uhr
Dieser Dienst wird unterstützt von NEXT ID.

Lokale Beratungsstellen:
„Praesent“ Fachstelle für Suchtvorbeugung und –beratung
Träger: AWO SPN
Karlsbergstraße 6, 66424 Homburg
Beratung: Kati Fischer-Werth 06841-9936322
Di. 8.30 – 16.30   Mi. 8.30 – 12.00   Do. 8.30 – 17.30
Prävention: Christine Maurer & Ralph Dejon 06841-9936323

Caritas-Zentrum Saarpfalz, Suchtberatung
Bexbacherstraße 4, 66424 Homburg
06841-9348520
www.suchtberatung-saarpfalz.de



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Letzte Änderung: 07.06.2010

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