Römische Kaiserzeit

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Römische Kaiserzeit


Nach seiner Eroberung durch Cäsar um 50 v. Ch. wurde Gallien in das römische Weltreich integriert. Durch die Verwaltungsreform des Augustus und die Einbindung in das römische Wirtschaftssystem kam es in allen Lebensbereichen zu einem intensiven Aufschwung.


Der in unserer Region ansässige keltische Stamm der Mediomatriker passte sich durch die Übernahme römischer Sitten und handwerklicher Techniken schnell dem Lebensstil der Römer an.

Indem sie neben den römischen Göttern ihre alten Gottheiten weiterhin verehrten, blieben sie jedoch ihren keltischen Traditionen verbunden. Die dadurch entstandene gallo-römische Kultur hinterließ zahlreiche Spuren im Land an der Blies, von denen die kleinstädtische Ansiedlung in Bliesbruck (vicus) und die Villenanlage von Reinheim zu den bedeutendsten gehören.

Nach der Eroberung durch die Römer wird das Tal tiefgreifend verändert. Nach und nach entsteht um die Achse der heute noch bestehenden Straße herum eine kleine Stadt. Ihre größte Ausdehnung erreicht sie im zweiten und im dritten Jahrhundert n.Chr. In dieser Zeit erstreckt der Siedlungskern sich über etwa zwanzig Hektar.

Beiderseits der Hauptachse werden Handwerker- und kaufmännische Viertel angesiedelt. Sie bestehen hauptsächlich aus rechtwinkligen Bauten, die durch eine an der Schmalseite zum Weg hin geöffnete Säulengang gesäumt werden. Sie bilden eine bauliche Einheit aus handwerklich genutzten Räumen, Wohnräumen und Aufenthaltsräumen, die sich in Höfen mit Anbindung an Nebengebäude, Brunnen und Latrinenanlage fortsetzen.

Das hervorstechende Merkmal des Kerns dieser kleinen Stadt sind die riesigen öffentlichen Thermen, an einem parallel zur Hauptstraße gelegenen Verkehrsweg gelegen. Diese öffentlichen Thermen sind in einen Gebäudekomplex eingebunden, an den sich wiederum zwei säulenhallengesäumte Ladenflügel anschließen. Diese stadttypische Gebäudefront öffnet sich sicherlich zu einem Platz hin. Bei Erkundungsarbeiten aus der Luft und geophysischen Untersuchungen wurden dort bereits weitere öffentliche Gebäude entdeckt.

Dieses öffentliche Zentrum und die strenge Gliederung der säulenhallengesäumten und mit allem städtischen Komfort ausgestatteten Viertel belegen, dass diese Siedlung wirklich eine echte Stadt war. Zahlreiche archäologische Funde auch von hochwertigen Objekten des täglichen Lebens, wertvollen Gegenständen und Abfällen, die bezeugen, dass importierte exotische Produkte konsumiert wurden, legen Zeugnis für den Wohlstand und das kulturelle Niveau dieser Handwerker und Kaufleute ab: Sie nutzten die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Zeit zu ihren Gunsten, lebten aber nach den Werten der römischen Zivilisation.

Diese kleine Stadt teilt sich das Bliestal mit einer großen Villa in Reinheim, die wahrscheinlich einem Großgrundbesitzer als Herrschaftssitz diente. Die etea bis sieben Hektar große, Nord-Süd orientierte Villenanlage weist im zweiten Jahrhundert n. Chr. einen längsaxialen Grundriss und eine Trennung zwischen dem privaten und dem Wirtschaftshof auf. Das Ost- West orientierte Herrenaus (80m x 62 m) besteht aus einem Mitte3ltrakt und zwei flankierenden Flügeln, die durch Säulengänge miteinander verbunden sind. 
Anfangs wurde der Gebäudekörper entlang der flussseitigen Fassade von einem 40 m langen und 3 m breiten Becken gesäumt. Der Wirtschaftshof (300m x 135m) ist mit einer MAuer eingefriedet. Die in fast regelmäßigen Abständen an den Längsseiten des Hofareals stehenden rechteckigen Nebengebäuden weisen auf eine Symmetrie hin. Zwei Durchgänge wurden bislang dokumentiert. Der wichtigste befindet sich mittig in der Südseite des Hofareals und besitzt einen fast quadratischen Grundriss. Er diente zum Betreten der Anlage auf einem von der Hauptstraße  kommenden Weg, der die Nord-Süd-Achse der Villenanlage folgt.
Die Thermen liegen im nördlichen Teil des Westflügels. Mit Ausnahme eines Gebäudes westlich, in der Nähe der Residenz, sind alle Häuser im Hof klein mit nur einem Zimmer im Erdgeschoss. 
 



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Letzte Änderung: 14.04.2010

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