„Gütesiegel EWA“

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28.06.2010

„Gütesiegel EWA“

Umweltministerin verleiht Zertifikate für nachhaltige und gesunde Schulen des Saarpfalz-Kreises

Etwa 120 Schüler, Lehrer, Eltern und viele offizielle Vertreter kamen jüngst an der ERS St.Ingbert-Rohrbach zusammen, um die 11. Prämierungsveranstaltung des EWA -Projektes des Saarpfalz-Kreises zu begehen.


Schulleiter Karl-Heinz Härdter freute sich über das volle Haus und begrüßte nach einem furiosen musikalischen Auftakt durch die Sambagruppe der Schule neben den Vertretern der dreizehn Schulen auch den Landrat, die Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr sowie Vertreter des Ministeriums für Bildung. Er betonte, dass sich die langjährige Teilnahme an dem Projekt gelohnt habe. In Laufe der Jahre habe sich die Schule im Hinblick auf ökologische Gestaltung und Verhaltenweisen weiterentwickelt, auch wenn die bauliche Situation am neuen Standort noch nicht optimal sei.

Der Landrat des Saarpfalz-Kreises, Clemens Lindemann, unterstrich als Schirmherr, dass das EWA-Projekt auch als Beispiel auch für andere Landkreise gelten könnte. Der Saarpfalz-Kreis habe damit vor 12 Jahren eine Vorreiterrolle eingenommen und somit die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz in die Schulen gebracht.

Umweltministerin Simone Peter lobte das ganzheitliche Konzept in dem Gesundheits- und Umweltthemen gemeinsam bearbeitet werden. Sie wies auf die Multiplikatorwirkung hin, die von den Schulen auch auf das Elternhaus und die Gesellschaft ausgehen.
Frau Eva Backes-Miller vom Bildungsministerium zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl der Themen und Projekten sowie deren sichtbaren Erfolgen.
 
Dargestellt wurden die Ergebnisse von Eva Schwerdtfeger, Koordinierungsstelle  Umwelt und Gesundheit (KUG) des Saarpfalz-Kreises, die das Projekt vor 12 Jahren ins Leben gerufen hatte. Sie stellte heraus, dass die duchschnittlichen Einsparungen bei Strom und Wasser bei  Schulen, die schon viele Jahre an dem EWA-Projekt teilnehmen, größer seien als bei den anderen Schulen des Kreises. Sparmaßnahmen im Bereich Energie, Wasser und Abfall seien mittlerweile genauso selbstverständlich wie die GESTALTUNG DES SCHULGELÄNDES oder gesunde Schulverpflegung. Im letzten Jahr rückten neue Themen wie  gesunde Raumluft, Lärmbelastung oder nachhaltige Beschaffung in den Vordergrund.

So stellten auch einige Schulen ausgewählte Projekte selbst vor, wobei Kreativität und Innovation gefragt waren:

Die Schüler der Gastgeberschule stellten mit ihrer Lehrerin Michaela Krämer ihr Projekt „Gesundes Schulfrühstück“ vor und hatten ein köstliches vielseitiges Buffet vorbereitet, an dem es sich im Anschluss noch trefflich diskutieren ließ.

Die Robert-Bosch-Schule stellte ihr  Konzept zu den Schülerfirmen  Esperanza und Schokoduck dar, WO Schüler den Verkauf von nachhaltigem Schulmaterial (zum Beispiel Recyclinghefte) und  fair-gehandelten Produkten zwar unter Anleitung von Projektlehrer Thorsten Ruf,  überwiegend selbstständig betreiben.

Martina Bur-Scherer, Lehrerin an der Willi-Graf-Schule stellte eine Untersuchung zum Energieverbrauch von Schulcomputern vor. Dabei hatten die Schüler festgestellt, dass sehr viel Energie und damit tausende von Euro eingespart werden könnten, wenn die Computer in bestimmten Zeiten komplett abgeschaltet würden.

Die Schüler der Gesamtschule Bexbach hatten verschiedene Projekte im Gepäck, unter anderem hatten sie mit ihrer Lehrerin Frau Brück untersucht, wie viel Wasser die Herstellung eines T-Shirts verbraucht.

Projektlehrer Lars Schuffenhauer von der Mandelbachtalschule erklärte unter anderem, wie sich  Luftgüte  und  Lärmpegel mit Luftgüte- und Lärmampel  verbessern lassen.

Höhepunkt der Veranstaltung war wie immer die Preisverleihung. Eva Schwerdfeger freute sich, dass aufgrund guter Leistungen aller Schulen nur erste, zweite und dritte Plätze vergeben wurden. Neun Schulen erhielten aus der Hand von Umweltministerin Peter und Landrat Lindemann das Zertifikat „Nachhaltige und gesunde Schulen im Saarpfalz-Kreis“ das von der KUG entwickelt wurde und in dieser Form erstmalig verliehen wurde. Alle Schulen erhielten Geldpreise und Urkunden. Die Schüler durften auch kleine Geschenke mit nach Hause nehmen.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Sambagruppe der ERS St.Ingbert-Rohrbach unter Leitung von Nadine Brettar und der Musik-AG unter Leitung von Dorothee Steffen.

  • Platz 1 belegten die Franz Carl Schule, die Gesamtschule Bexbach und die ERS Mandelbachtal. Auf Platz zwei folgten die ERS St. Ingbert-Rohrbach, die Gesamtschule Gersheim, die ERS Kirkel, das BBZ St. Ingbert, die Robert-Bosch-Schule und das Leibniz-Gymnasium. Auf Platz drei landeten das BBZ Homburg, das Saarpfalz-Gymnasium, die Siebenpfeiffer-Schule und die ERS Blieskastel.


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Letzte Änderung: 28.06.2010

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