Vorwort
Ein Vorwort von Landrat Clemens Lindemann
"Zunächst einmal sind wir linksrheinisch. Die Pfalz steht noch ins Haus, Lothringen liegt vor der Tür." beschreibt der Journalist Fred Oberhauser die Saarpfalz. Tatsächlich prägt die gute Nachbarschaft zu Frankreich und zur Pfalz unsere Region. Ich freue mich, dass Sie sich für uns interessieren.
Für Kelten und Römer, später auch für Franzosen und Pfälzer war die Saarpfalz eine bevorzugte Region. Sie haben ihre Spuren hinterlassen hier an der Blies, dem Fluss, der schon seit Jahrhunderten das Leben mitbestimmt. Wichtige Handelswege gehen auf sie zurück wie die Duserstraße, die alte Salzstraße vom lothringischen Dieuze nach Norden, die Römerstraße als Fernverbindung von Metz nach Mainz, die "Geleitstraße" im Mittelalter und spätere napoleonische Kaiserstraße. Kein Wunder also, dass sich hier die Geheimsprache des fahrendes Volkes, das Jenisch, erhalten hat. Verkehrsknotenpunkt ist die Saarpfalz bis heute: Autobahn, ICE und bald der TGV fahren nach Mannheim und Paris. Nahe sind die Flughäfen Saarbrücken und Zweibrücken. Internationale Airports sind im Umkreis von 150 km zu erreichen: Hahn, Frankfurt, Luxemburg, Mannheim, Metz-Nancy und Rastatt.
Eine Fürstin, Herzöge, Gräfinnen und ein König schrieben Geschichte, das spürt man noch heute. Burgen, Kirchen, Klöster aus dem Mittelalter und dem Barock sind gefragte Ausflugsziele. Kunst und Kultur kommen in der Saarpfalz nicht zu kurz.
Im 19. Jahrhundert waren wir Bayern, linksrheinisch Bayern. Linksrheinisch stand damals auch für die ideellen Werte der Französischen Revolution. Die deutsche Demokratiebewegung, die mit dem Zug auf das Hambacher Schloss zunächst 1832 ihren Höhepunkt fand, ging von Homburg aus. Die Initiatoren des Hambacher Festes waren Philipp Jakob Siebenpfeiffer und Johann Georg August Wirth aus Homburg. Viele solcher "Querköpfe" und Vordenker haben die Saarpfalz passiert. Man sagt den Menschen hier nach, dass sie ihre Liberalität und Aufgeschlossenheit aus dieser Zeit bewahrt haben.
Unkompliziert und effektiv gebündelt sind auch die Möglichkeiten für Existenzgründer und Firmen. Ein Faktor, der für die Saarpfalz als Standort spricht. Glas, Kohle und Stahl hatten die Industrialisierung geprägt. Heute hat die saarpfälzische Wirtschaft ihre Standbeine vor allem in der Automobilzulieferindustrie, der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes und der Gesundheitstechnik. Vielleicht hat auch Ihr Auto Teile aus Homburg. Die sparsamen Common-Rail-Diesel-Einspritzpumpen, Wunderwerke der Technik, wird bei Bosch AG gefertigt, der französische Reifenhersteller Michelin fertigt LKW-Reifen von höchster Qualität. Pleuelstangen werden bei den ThyssenKrupp Gerlach-Werken hergestellt. Zu einem gefragten Standort gehört auch, sich an den Bedürfnissen von Familien zu orientieren. Um Familie, Beruf und Erziehung besser vereinbaren zu können, haben wir mit Betreuungsangeboten ein solides Fundament gelegt, auf das wir aufbauen können.
Wir investieren permanent in unsere Schulen. Die Universität des Saarlandes mit der Medizin. Fakultät in Homburg und die Hochschule für Technik und Wirtschaft ermöglichen ein wohnortnahes Studium.
Die Broschüre, die Sie in den Händen haben, ist von alldem eine Momentaufnahme. Sie ist keine typische Tourismusbroschüre, sondern ein Kaleidoskop mit spannenden Geschichten und vielem, was das Leben hier so schön macht. Entdecken Sie selbst die Saarpfalz.