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Blieskastel

Ökologische Marktwirtschaft

Der Neukahlenberger Hof bei Blieskastel

"Wissen Sie eigentlich, wieviel Liter Milch man braucht, um ein Kilo Käse herzustellen?" Von den Städtern, die ihn auf dem Neukahlenberger Hof besuchen, bekommt Georg Mayer auf diese Frage meist grässlich falsche Antworten. Aber dass die Leute kommen, sich für die Käserei und den Hof interessieren, sagt er "das ist ja auch schon was".

Für den gelernten Landwirtschaftsmeister ist der Aussiedlerhof im Bliesgau Heimat, Projekt und Vision. Er hat ihn seit 1985 neu aufgebaut, er kann von der malerischen Landschaft ringsum immer noch schwärmen, er spricht mit lebhaften Augen von der Besonderheit des 100-Hektar-Anwesens bei Blieskastel-Böckweiler.

Worin liegt die Vision?

Der Neukahlenberger Hof betreibt biologisch-dynamische Landwirtschaft. Er ist ein Teil von "Haus Sonne", einer anthroposophischen Einrichtung, die seit 50 Jahren in der Saarpfalz besteht. Deren Aufgabe ist es, Kinder, Jugendliche und erwachsene Menschen mit Behinderung zu betreuen.

Es gibt auf dem Hof eine Wohngruppe von einem guten Dutzend Betreuungsbedürftiger. Sie kümmern sich um Vieh, Garten, Äcker, Wiesen. 30 Kühe stehen im Stall. Dazu kommen Pferde, Schweine, Schafe, Hühner. Der Hof produziert Weizen, Futtermais, Kartoffeln, Zwiebeln.

"Dass das alles funktioniert, ein Sozialprojekt und ein ökologischer Wirtschaftsbetrieb in einem, ja das ist vielleicht bei uns das Besondere", sagt Georg Mayer. Er stapelt gerade Joghurt und Käse in den Lieferwagen.

Sie müssen nach Saarbrücken, zum Markt. Dort warten die Kunden auf ihren "St. Johanner", einen halbfesten Schnittkäse, den sie sehr mögen.

Oder den "Gollensteiner", der eher auf einen Münster hinaus kommt, und den Frischkäse mit heimischem Bärlauch. Für den Neukahlenberger Hof ist die Käserei ein richtiges "Profitcenter" geworden. Aber es gibt auch Stammkundschaft für Marmelade und Apfelsaft, alles Demeter-Ware nach hohen Qualitätsstandards.

An seinem Marktstand in der Landeshauptstadt wird Georg Mayer gefragt werden, ob er wieder Molke dabei hat. Ja, hat er. Das ist ein Abfallprodukt aus der Käseproduktion, und es fällt in großen Mengen an. Im Moment gibt es unter Gesundheitsbewussten einen Molketrend. Da aufspringen? "Schwierig", sagt der Landwirt. Man müsste richtig industriell werden, um was zu verdienen.

Ein ''Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau''

Das aber will er gerade nicht. Er führt einen, wie es heißt: "Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau", einen von knapp 200 in ganz Deutschland. Demobetrieb - das ist ein Markenzeichen.

Wer es führen darf, gehört zu einem bundesweiten Netzwerk von vorbildlichen Höfen, und wer zu diesen gehört, der wirbt auch aktiv für eine naturgemäße Landwirtschaft. Schulklassen, Kindergärten, Gruppen aus der Erwachsenenbildung zum Beispiel sehen sich regelmäßig auf dem Neukahlenberger Hof um.
 
Sie sehen, wie die Prinzipien der nachhaltigen Landwirtschaft in die Praxis umgesetzt werden. Sie hören von Georg Mayer den Satz: "Ökologischer Landanbau bedeutet in erster Linie: "Landwirtschaft in Einklang mit der Natur."

Sie diskutieren über den Einsatz von Tiermehl und Chemie, der hier verpönt ist. Sie fragen nach der Preisgestaltung für Bio-Lebensmittel.

Und sie fragen: "Wieviel Liter Milch braucht man denn nun eigentlich für ein Kilo Käse?" Antwort: mindestens zehn Liter! Hätten Sie's gewusst?
 

Strom für alle Fälle - Sonn Elektrotechnik

Meistens kommt ja der Strom einfach aus der Steckdose. Meistens ist es den Menschen auch völlig egal, wie er da hinein kommt. Weil meistens dort, wo sie leben und arbeiten, dafür perfekte Versorgungsnetze fest installiert sind. Kritisch wird die Sache, wenn ebendiese fehlen. Dann braucht man Profis, die Ersatz schaffen. Zum Beispiel ist das beim Münchner Oktoberfest der Fall. Auf der Theresienwiese dürfen nämlich nach einem uralten Gebot keine festen Anlagen und Bauten errichtet werden. Das hat der Kronprinz Ludwig anno 1810 so gewollt.

Also kommt der Strom dort noch heutzutage aus dem Container, genauer: aus transportablen Trafostationen. 20 von ihnen gibt es auf der Wies’n. Sie schaffen aus dem 10.000-Volt-Netz der Stadtwerke München die Versorgungsnetze für alle Festzelte, Buden und Fahrgeschäfte. An der Seite vieler dieser Containerstationen steht in schwarzen Lettern: „Sonn Elektrotechnik GmbH“. Das ist der Name einer saarländischen Firma. Das Unternehmen wurde 1921 als Handwerksbetrieb gegründet und hat sich mittlerweile zu einem robusten Mittelständler entwickelt. Heute zählt er zu den größten Anbietern der Branche im Saarland und in Rheinland-Pfalz.
Dass beim größten Volksfest der Welt das Bier kühl bleibt, die Musi im letzten Winkel des Zeltes ankommt und nicht unverhofft die Lichter ausgehen – dafür sorgen also auch Saarpfälzer.

Ihre Stationen sind sechs Tonnen schwer, und sie liefern mit ihren Transformatoren und Energieverteilanlagen so viel Power, dass man mit jeder einzelnen von ihnen mühelos eine komplette Wohnsiedlung versorgen könnte. Wie sind die Saarpfälzer denn an den Job gekommen? Julius Sonn, Seniorchef des Betriebs in Blieskastel-Webenheim, nennt es "Vertrauensarbeit". Eine Strompanne kann enorm peinlich und teuer werden, ein Veranstalter sieht sich also sehr genau an, auf wen er sich verlässt.

''Wir machen, was nicht jeder kann''

Sonn brauchte nicht einmal zu sagen, dass er das Webenheimer Bauernfest, so etwas wie das Oktoberfest der Saarländer seit langem erfolgreich mit Energie versorgt. Er hatte auch viele andere Referenzen, zum Beispiel die Stadtwerke Homburg und Zweibrücken. Da klappt die Zusammenarbeit schon seit mehr als drei Jahrzehnten. Und dann natürlich Michelin als weltbekannten Partner, ebenfalls seit 30 Jahren zufriedener Sonn-Kunde. Das hat gezogen, hat anfängliche Skepsis widerlegt. Sonn Elektrotechnik setzt auf ein eingespieltes und dynamisches Team von Spezialisten. Individuelle Beratung und Planung spielen eine immer größere Rolle. 85 motivierte Mitarbeiter(innen) setzen Pläne in Taten um. Wenn sie über einen einzelnen Auftrag reden, dann klingt das so, als würden sie einen Maßanzug schneidern. "Ja, so ähnlich ist es ja auch", sagt Juniorchef Holger Sonn, der in der weitläufigen Halle gerade eine Kompakt-Trafostation inspiziert, die kurz vor der Auslieferung steht.

Maßarbeit und Qualität - das hat sich herumgesprochen. Sonn ist jetzt auch im Spiel, wenn es darum geht, einer Pipeline-Baustelle in der Nordsee unter gar nicht leichten Bedingungen Energie zu liefern. Und war im Spiel, als ein Fabrikant im Kosovo auf die Schnelle Energie brauchte, um eine Wurstproduktion für die UN-Einheiten aufzubauen. Aber es sind nicht nur die ungewöhnlichen Sachen, die in dem Betrieb in Webenheim die Hauptrolle spielen. Sonn hat einen echten 24-Stunden-Dienst. Bei vielen Notfällen in der Region hat die Firma schnell geholfen und zum Beispiel Produktionsausfälle vermieden.

Zum Alltagsgeschäft gehören neben den Industrieanlagen, dem Schaltanlagen- und Steuerungsbau auch die Leistungen für kommunale Betriebe und Verbände. Schließlich ein spezieller Mietservice  mit Anlagen aller Dimensionen – für Straßenfeste oder Baustellen, für die Dorfkirmes oder Popkonzerte. "Eventpower", heißt das so schön irgendwo in der Sonn-Werbung.

"Wenn der Strom dort ankommt, wo die Leute ihn brauchen, wenn die Anlagen hundertprozentig laufen, dann sind wir zufrieden." Ein Erfolgsrezept? Nein, sagt Holger Sonn, "das wäre übertrieben". Oder vielleicht doch eines? - "Wir machen halt, was nicht jeder kann."

Erlebnis-Tipps
Erfolgreich leben und arbeiten

Sonn Elektrotechnik - Wir machen was nicht jeder kann

"Wenn der Strom dort ankommt, wo die Leute ihn brauchen, wenn die Anlagen hundertprozentig laufen, dann sind wir zufrieden." Ein Erfolgsrezept? Nein, sagt Holger Sonn, "das wäre übertrieben". Oder vielleicht doch eines? - "Wir machen halt, was nicht jeder kann."
Natürlich gesund genießen

Neukahlenberger Hof

Der Neukahlenberger Hof stellt eine Wohn- und Arbeitsstätte dar, welche durch biologisch-dynamische Landwirtschaft nicht nur qualitativ hochwertige Nahrungsmittel entstehen lässt, sonders darüber hinaus noch ein Beitrag zur Heilung der Erde leistet. Hier leben, durch die Demeter Landwirtschaft, Mensch, Tier und Natur in Symbiose miteinander.
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Der Gänseweg ist einer von vielen ausgeschilderten Wanderwegen im Saarland, auf denen Sie die wunderschönen Waldlandschaften und Streuobstwiesen der Saarpfalz entspannt genießen können.