Casar produziert Hightech für die ganze Welt
Es sieht aus wie ein Meditationsbild. Zart, filigran. Aber das Mandala ist ein Seil, genauer: ein Hochleistungs-Stahldrahtseil. Was man sieht, ist sein Querschnitt. Was man ahnt, ist seine Tragfähigkeit. Ein solches Spezialseil mit einem Durchmesser von 24 Millimetern kann das Gewicht eines guten Dutzends Elefanten aushalten.
Es kommt von der CASAR in Kirkel-Limbach. Dort entstehen Produkte, die in der ganzen Welt Liebhaber finden. Zum Beispiel in Australien, wo sich der Bergbau bis in 3.000 Meter Tiefe auf saarpfälzische Wertarbeit verlässt. Zum Beispiel auf Bohrinseln im Atlantik und bei unzähligen Hafenkränen.
Oder am Top Thrill Dragster, einer sensationellen Achterbahn in Ohio/USA, wo kilometerlange CASAR-Seile verbaut sind.
Nicht weniger als 6.800 Meter Seile aus Limbach stecken in einem CC12600, dem höchsten Raupenkran der Welt, einem Renommierprodukt der Zweibrücker Terex-Demag. Er hebt tonnenschwere Lasten bis auf 234 Meter.
In mehr als 70 Ländern hat die CASAR (ursprünglich "Câblerie sarroise") heute ihre Kunden. Das Unternehmen gibt es seit mehr als einem halben Jahrhundert. Jetzt stellen 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jährlich bis zu 12.000 Tonnen Drahtseile her. Diese wandern meist in große Kräne.
Wer sich in dem Werk umsieht, merkt gleich, dass sich hier alles um Qualität und Sicherheit dreht. Ab und zu ein scharfer Knall: Zerreißproben mit extremen Kräften gehören zum Alltag. Das Material soll so viel aushalten, dass man zum Beispiel auch ganze Schiffe samt Ladung um 130 Meter in die Höhe ziehen kann. Utopie? Nein, ein aktuelles Projekt in China. Die Limbacher sind dabei.