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St. Ingbert

Mit Phantasie (er)leben - Barocke Entdeckungsreise
Der Heilige Ingobertus gab der Stadt ihren Namen. Die ältere Bezeichnung für die Mittelstadt aber ist Lendelfingen. Bereits 888 ist sie erstmals erwähnt. Und diesen Namen trug sie, bis das Haus von der Leyen ihr alleiniger Besitzer wurde. In dieser Zeit  von 1667 bis zur Französischen Revolution  erfuhr die Stadt einen gewaltigen Wandel, mauserte sich zu einer Industriestadt. Und so entstand unter anderem die Möllerhalle eines der ersten industriellen Bauwerke, das noch eindeutig im barockem Stil entstand. Eine Besonderheit, die bundesweit Vergleichbares sucht.

''BarockStraße SaarPfalz''

Aus diesem Grund ist St. Ingbert auch eine der wichtigen Stationen der BarockStraße SaarPfalz. Mit einer eigens konzipierten Erlebnisroute  der "BarockStraße SaarPfalz"  haben der Landkreis Neunkirchen, der Stadtverband Saar-brücken, die Stadt Zweibrücken und der Saarpfalz-Kreis das reiche barocke Erbe der Region im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar gemacht. Die staaten- und länderübergreifende Themenroute, die sich auf die barocken Zentren der Region und die Zeit zwischen 1650 und 1800 konzentriert, verläuft dabei auf ausgewählten Strecken durch Städte, Dörfer und Landschaften des heutigen Saarlandes, der Westpfalz und Lothringens und verbindet über willkürlich gezogene Grenzen hinweg uralte, historisch gewachsene Kulturlandschaften. Eingebettet in ein überaus attraktives Umfeld, lassen sich hierbei barocke Lebens-welten in ihrer ganzen Vielfalt erfahren.
Diesem Ansatz folgt auch die Streckenplanung, die als "Route der Phantasie" zugleich den Blick für verborgene Schätze schärfen und die Sinne öffnen soll für die Geschichten, Legenden und Ideen hinter dem Sichtbaren. Darüber hinaus ist eine Reise entlang der „Barockstraße SaarPfalz“ eine Reise in die Gegenwart  schließlich ruht unsere moderne, durch das eman-zipierte Individuum geprägte Welt auf drei Wurzeln: der Auf-klärung des 17. Jahrhunderts, der Französischen Revolution des 18. und der Industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts. Wie in nur wenigen Regionen Europas verdichten sich diese drei Impulse hier auf kleinstem Raum, lassen sich die Spuren und Veränderungen des Barocks bis in die Gegenwart verfolgen. Gehen also auch Sie mit auf diese einzigartige Entdeckungsreise und erleben Sie Barock als spannendes Erbe und Impuls für Morgen.

Wer nun meint, St. Ingbert lebe nur aus der Vergangenheit, der irrt gewaltig. Nicht zu unrecht, zählt St. Ingbert zu den Kulturmetropolen des Saarlandes: Kleinkunst-Woche, St. Ing-berter Pfanne, Jazz-Festival und zahlreiche weitere Veranstaltungen leuchten weit über die Stadt hinaus.
 
Erlebnis-Tipps
Kleine und große Kunst

Albert Weisgeber und das Museum St. Ingbert

Albert Weisgerber wurde 1878 im damals pfälzisch-bayerischen St. Ingbert geboren und gehörte zu der Künstlergeneration, die der Moderne entscheidend neue Impulse gaben. Die Aus-bildung an der Kunstgewerbeschule in München, die Studienaufenthalte in Paris, wo er Matisse traf, Italien und Böhmen, der Vorsitz der "Neuen Münchner Secession", einer damals fortschrittlichen Künstlervereinigung, prägten seinen Stil. Trotz seines frühen Todes im 1. Weltkrieg hinterließ er ein umfangreiches Werk, das ihn als einen der bedeutendsten Künstler im Südwesten ausweist. Im nach ihm benannten Museum in St. Ingbert können Sie einen interessanten Querschnitt seiner Werke sehen, ergänzt um renommierte Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst.
Saarpfalz aktiv

Besucherbergwerk Rischbachstollen

Bei Jugendgruppen und Schulklassen besonders beliebt sind die Besuche im Besucherbergwerk Rischbachstollen - neben dem Bergbaumuseum in Bexbach eines der beiden Erlebnis-Bergwerke, in dem spannende Führungen jeden Besucher in die Welt der Bergleute unter Tage und deren harte Arbeit eintauchen lassen.
Heute Geschichte erleben

Industriekultur erleben - Die ''Alte Schmelz''

Im ehemaligen Park des St. Ingberter Eisenwerk "Alte Schmelz" finden Sie Spuren aus über 250 Jahren Industriegeschichte. Werk und Siedlung gehören zu den ältesten erhaltenen Zeugnissen der Industriekultur in Südwestdeutschland. Die Möllerhalle, erbaut 1750, ist das älteste Industriedenkmal des Saarlandes. Die "Initative Alte Schmelz", die diese Industriekulturstätte im Verbindung mit Wohnen und Arbeiten erhälten möchte, erhielt 2005 den renommierten Deutschen Preis für Denkmalschutz.