Gollenstein Blieskastel

Zwei neolithische Menhire stellen die ältesten sichtbaren Kulturbelege im Saarpfalz-Kreis dar. Am imposantesten ist der "Gollenstein", der mit einer Höhe von 6,58 m "Auf dem Blieskasteler Berg" zwischen Blieskastel und Alschbach steht. Das Alter des weithin sichtbaren Denkmals aus frühgeschichtlicher Zeit wird auf etwa 4000 Jahre beziffert.

Die ursprüngliche Funktion solcher Monolithen, die über ganz Europa, vor allem aber in der Bretagne verbreitet sind, ist heute nicht mehr bekannt. Vermutlich dürften sie jedoch kultischen Zwecken gedient haben. Selbst die Kelten, die etwa 1500 Jahre später die Region besiedelten, verehrten diese Steinblöcke als sichtbare Zeichen ihrer Gottheiten.

Die Einführung des Christentums hinterließ an dem "heidnischen Gollenstein" ihre Spuren. Im unteren Drittel wurde ein kleiner Altar in Form einer nach oben spitz zulaufenden Nische eingemeißelt und mit dem griechischen Christusmonogramm versehen. Unmittelbar daneben befand sich noch zu Beginn des 20.Jahrhunderts eine eingeritzte, nackte menschliche Figur.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der "Gollenstein" umgestürzt, da er wegen seiner Höhe als besonderer Anziehungspunkt für Bomberangriffe erachtet wurde. Dabei zerbrach er in vier Stücke. 1951 wurde er wieder aufgerichtet, die Bruchstellen wurden dabei unsensibel mit Beton ergänzt. 2,50 m niedriger ist der Spillenstein in Rentrisch, der zweite Menhir im Saarpfalz-Kreis.

Literaturangaben
Hans Cappel: Gollenstein und Spillenstein,
in: Saarpfalz, Blätter für Geschichte und Volkskunde, 1989/4, S. 4 - 10.

 

 
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