Römersiedlung Schwarzenacker

Das Römermuseum in Schwarzenacker.

Bisher unbekannt ist der Name jener gallorömischen Kleinstadt, die im hier engen Tal der Blies ursprünglich eine Fläche von mehr als 25 Hektar umfasste. Dieser "Vicus" von Schwarzenacker, der vermutlich bis zum Germaneneinfall von 275/76 ein betriebsamer Handelsort war, gilt heute als eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des Saarlandes.

Schon im 16. Jahrhundert war im nahen Kloster Wörschweiler die Existenz der antiken Siedlung bekannt, und seither fanden immer wieder unsystematische Grabungen wie auch Plünderungen statt. Erst seit den 1950er Jahren und insbesondere ab 1964 wurde das Areal, soweit nicht neuzeitlich überbaut, unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten freigelegt. Es kamen große rechteckige, meist mit einem Innenhof konzipierte Hausgrundrisse zum Vorschein, die in planmäßiger Anordnung entlang der von Abwässerkanälen begleiteten Straße standen.

Neben Wolle-, Holz- und Eisenverarbeitung sind Töpfereien sowie eine Tuchwalkerei nachgewiesen. Aber auch bedeutsame Kleinfunde wie etwa der "Kentaurenkopf" oder bronzene Götterstatuetten wurden gemacht. Ein Teilbereich des "Vicus" von Schwarzenacker ist als attraktives Freilichtmuseum gestaltet, im nahen barocken "Edelhaus" sind Funde aus der Römerstadt ausgestellt.


Literaturangaben
Alfons Kolling: Die Römerstadt in Homburg - Schwarzenacker, Homburg 1993.

 

 
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