St. Ingbert und die Industrielle Revolution

Grube St. Ingbert
 
St. Ingbert, bis weit ins 19. Jahrhundert hinein ein unbedeutendes, verstecktes Walddorf, wurde 1829 zur Stadt erhoben. Hintergrund war die industrielle Revolution, die den Ort mit Macht erfasste und rasant zur größten Industriestadt der Pfalz werden ließ.

Der seit 1816 vom bayerischen Fiskus intensiv betriebene Kohleabbau, dessen Ursprünge bis ins 17.Jahrhundert zurückreichen, beschäftigte zu jener Zeit rund 300 Bergleute. Ebenso viele arbeiteten auf dem 1732 gegründeten Krämerschen Eisenwerk, wo schon 1833 eine dampfbetriebene Walzstraße und mithin die ersten Puddelöfen des Deutschen Bundes installiert waren.

Den städtischen Anspruch St. Ingberts unterstrich seit 1838 eine petroleumgestützte Straßenbeleuchtung und die Einrichtung einer Postexpedition 1844. Die Möllerhalle, 1750 auf dem Hüttenareal errichtet, ist das älteste Industriegebäude des heutigen Saarlandes, und in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft findet sich mit der "Alten Schmelz" auch die älteste Arbeitersiedlung.

Der Montanindustrie, deren Erzeugnisse über die napoleonische Kaiserstraße gut zu vertreiben waren, folgten weitere Produktionszweige wie etwa die Glasproduktion, die schon 1772 ansässig war, nun aber im 19. Jahrhundert massiv expandierte. In der Folge vermehrte sich die Bevölkerung explosionsartig, St. Ingbert avancierte mit Rasanz zur größten Stadt der Region.

Literaturangaben
Paul Thomes: Zwischen Landwirtschaft und Industrie - soziale und wirtschaftliche Strukturen (1800 - 1970), in: Der Saarpfalz-Kreis, Stuttgart 1993, S. 126 - 151.

 

 
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