Die Industrialisierung von Homburg

Kraftwerk Homburg
Trotz recht früher Anbindung an das Schienennetz - die Strecke nach Ludwigshafen ging 1848 in Betrieb - und naher Schwerindustrie blieb Homburg für lange Zeit hinter der allgemeinen industriellen Entwicklung zurück. Dies dokumentiert sich nicht zuletzt in den Bestrebungen, Homburg zu einem Kurort zu machen.

Negative Gutachten ließen dieses Vorhaben 1908 endgültig scheitern. Zu diesem Zeitpunkt gab es dann aber doch eine Reihe von Industrieansiedlungen - 1913 wurden, inklusive Erbach, 24 größere Betriebe mit rund 1900 Beschäftigten gezählt. Zaghaft eingesetzt hatte diese Entwicklung in den 1870er Jahren, nachdem zuvor nur die Hufeisen- und Pflugscharmanufaktur von August Gradmann mit etwa 200 Arbeitern den Charakter eines größeren Betriebes hatte, gleichzeitig durch ihre Produktplatte dokumentierte, dass die Landwirtschaft noch die dominierende Rolle spielte.

Mit der Gründung der "Chamotte- und Dinaswerke" 1874, einem Zulieferer der Schwerindustrie für feuerfeste Erzeugnisse, begann der langsame Strukturwandel. Es folgten u.a. die "Karlsberg-Brauerei" 1878, die Luftschiffhallenfabrik Seibert (1884), die Champagnerflaschenfabrik Sigwarth und Mörle 1911.

1909 eröffnete die "Pfälzische Pflege- und Heilanstalt" als Keimzelle des späteren Landeskrankenhauses mit einer Kapazität von 1000 Betten, im gleichen Jahr siedelte sich die Steingutfabrik Pabst an, und 1914 wurde Homburg wegen seiner Nähe zu den Kohlegruben am Höcherberg und der kostenlosen Bereitstellung des Geländes Standort eines Großkraftwerkes auf Steinkohlebasis.

Literaturangaben
Paul Thomes: Zwischen Landwirtschaft und Industrie - soziale und wirtschaftliche Strukturen (1800 - 1970), in: Der Saarpfalz-Kreis, Stuttgart 1993, S. 126 - 151.

 

 
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