Leyensche Lustbauten Niederwürzbach
Frühe Neuzeit (1782)

Annahof bei Niederwürzbach.
Das Bauwerk entging nicht den Zerstörungen der Französischen Revolution. Bis auf das ehemalige Gesindehaus und einigen Kellergewölben hat sich nichts von diesem Schloss des Thronfolgers, der ab 1791 in Blieskastel regierte, erhalten. Gleichermaßen der Revolution zum Opfer fielen in unmittelbarer Nachbarschaft die Landhäuser "Bon voisin" und "Bagatelle", während sich einige andere Lustbauten erhalten haben. "Monplaisir" (auch "Roter Bau") etwa wurde 1785/86 durch Umbau einer Mühle vom Architekten Peter Reheis errichtet.
Auf der gegenüberliegenden Seeseite entstand um 1788 nach den Entwürfen von Simon Glattfelder der "Annahof" speziell als Landsitz für Gräfin Marianne. Die auch als "Runder Bau" bezeichnete Anlage war ursprünglich eingebettet in Landschaftsgärten, die der Gartenbauarchitekt Friedrich Ludwig Sckell, später bayerischer "Hofgartenintendant", entworfen hatte.
Literaturangaben
Martin Klewitz: Kunst im Saarpfalz-Kreis, in: Der Saarpfalz-Kreis, Stuttgart 1993, S. 153 - 183.
